Dresden besiegt die bisher Unbesiegten
Der Spielbericht hat was das Spiel auch hatte, nämlich Überlänge! Es ist nicht übertrieben zu sagen, dieser Sieg gegen die DJK Rimpar Wölfe wird in die HC Historie eingehen. Es war einfach eine verrückte Partie, die Herausforderungen unterschiedlichster Art für alle Beteiligten bereit hielt. Die knapp 300 Zuschauer kamen jedenfalls auf ihre Kosten.
Das Team aus Rimpar kam als ungeschlagener Tabellenführer nach Dresden. 10:0 Punkte standen auf der Habenseite. Die Rimparer begannen auch wie ein Tabellenführer und setzten durch den ehemaligen Bundesligaprofi Daniel Sauer den ersten Treffer. Die Dresdner beantworteten den Führungstreffer der Wölfe umgehend mit einem Tor aus der Schnellen Mitte durch Philipp Grießbach. Von ihm wird im Verlauf noch mehr zu reden sein. Der HC kam im Gegensatz zu den letzten Partien gut ins Spiel. In der 8. Minute erzielte Sebastian Geyer per Konter das 3:4 aus Sicht der Dresdner und die Partie war völlig ausgeglichen. Wenig später hebt besagter Philipp Grießbach die Hand um den Schiedsrichtern zu signalisieren das Wasser auf dem Hallenboden ist und gewischt werden muss. Allein es half nichts, denn stetig kam neues Wasser von der Hallendecke nach. Das Spiel wurde durch die Schiedsrichter unterbrochen. Die Referees zogen sich kurz zur Beratung zurück. Als sie wieder aus der Kabine kamen, wurde der Vorschlag seitens des HC unterbreitet, das äußerste Feld der Dreifelderhalle zu bespielen und zwar jenes was für die Zuschauer gut einsehbar ist. Alle einschließlich Rimpar nickten die Idee ab und viele helfende Hände, einschließlich Dresdner Spieler bauten die Halle um. Man merkte allen Beteiligten an, niemand hatte so etwas schon erlebt. Nach ca. 25 Minuten kurioser Unterbrechung konnte ein Spiel mit Ballbesitz Dresden fortgesetzt werden, was noch weitere denkbare Momente bereit hielt. Das Spiel wurde wieder angepfiffen und die Hausherren trafen durch wen(?), natürlich Philipp Grießbach zum 4:4. Mitnichten ist der Halbrechte der Dresdner damit raus aus der Geschichte! Die Rimparer hatten die Pause gut weggesteckt und zeigten immer wieder warum sie die Tabelle anführen. In der 18. Minuten traf Daniel Sauer für die Wölfe per Strafwurf zum 8:12. Die Dresdner hatten zu dieser Zeit schon 4 Zeitstrafen kassiert. Auch schlichen vermehrt Fehler im Angriffsspiel ein, was die Gäste oft gnadenlos nutzten. Bis zur Halbzeitpause schwankte der Vorsprung der DJK zwischen 2 bis 4 Toren und setzte sich zum Pausentee auf 3 Tore fest. So ging es mit einem 13:16 aus Dresdner Sicht in die Kabine. Man hatte schon in der 1. HZ das Gefühl, dass die Gäste sich spielerische bzw. auch Auszeiten in der Konzentration nahmen. Alleine die Dresdner nahmen die Angebote nicht an, denn spielerische Pausen und Konzentrationsschwächen hatten sie auch zu bieten. Auch fand der HC des Öfteren in einem stark haltenden DJK-Keeper Max Brustmann seinen Meister.