Über 60 Minuten dem Gegner zu viele Angebote gemacht
Als der Schreiber dieses Berichtes ein rosa statt einem weißen Hemd für den Spieltag aus der Waschmaschine zog, als er in der entscheidenden Phase des Spieles statt einem benötigten grünen Leibchen ein blaues für den siebten Feldspieler bereithielt und als er später nach dem Spiel vor der eigenen Wohnung mit dem ersten Schritt aus dem Auto direkt in die Hinterlassenschaften eines Hundes trat, hatte sich der Kreis geschlossen. Was den Spielern des HC vor oder nach dem Heimspiel gegen die HSG Gensungen-Felsberg wiederfuhr ist nicht bekannt. Im Spiel hatte die Dresdner Mannschaft allerdings einen dieser sogenannten gebrauchten Tage, ähnlich wie der Schreiberling vor, während und nach dem Spiel.
Die Führung der Dresdner zum 1:0 durch Alexander Matschos und zum 2:1 durch Philipp Grießbach, sollten die einzigen Führungen der Dresdner im Spiel bleiben. Konstant blieb bei den Dresdnern diesmal nur eines: Fehler zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Die Gensunger brauchten etwas mehr als vier Minuten um gegen die an sich gut stehende Dresdner Deckung ein Tor zu werfen. Es musste schon ein Siebenmeter her um ein Tor zu erzielen. Die ersten Tore aus dem Spiel besorgte für die Gäste Kevin Trogisch, Kevin Trogisch und Kevin Trogisch (2:2, 2:3, 2:4). Eben dieser Trogisch besorgte auch noch das Tor zum 4:6 und stellte dann nach zehn Minuten das Tore werfen ein. Daneben prägte vor allem HSG Mittelmann Steffen Untermann die 1. HZ. Entweder führte er klug Regie oder er verwandelte sicher alle vier Strafwürfe, welche den Gensungern und Felsbergern in der 1. HZ zugesprochen wurden. Auffällig beim HC war im positiven Sinne eigentlich nur Sebastian Geyer mit vier Treffern. Auffällig war aber auch noch etwas anderes: Es wurden einfach zu viele klare Chancen ausgelassen. Darunter drei Konter (zwei alleine in den ersten fünf Minuten der Partie), ein Siebenmeter und zwei wirklich gute Chancen aus der Schnelle Mitte. Darüber hinaus schafften es die Dresdner nicht Konstanz in ihr Positionsspiel zu bringen. Zu viel blieb Stückwerk. Acht Technische Fehler taten ihr übriges. Die HSG Gensungen Felsberg musste nicht wirklich 100 Prozent abrufen um zur Halbzeit mit 12:15 zu führen. Die Führung hätte durchaus höher ausfallen können, hätte nicht Marcel Balster im Tor der Sachsen die letzten drei und teilweise freien Würfe der HSG gehalten.