Internationale Erfahrungen für Unternehmen: Erasmus für Jungunternehmer geht in die nächste Runde
Ein europäisches Programm mit konkretem Nutzen für Sachsen
Unternehmerisches Denken endet nicht an Landesgrenzen. Genau hier setzt das europäische Austauschprogramm Erasmus für Jungunternehmer an: Es bringt angehende und junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit erfahrenen Gastgebern in anderen europäischen Ländern zusammen. Ziel ist es, voneinander zu lernen, praktische Einblicke zu gewinnen und internationale Erfahrungen früh in die eigene unternehmerische Entwicklung einzubinden.
Auch für Unternehmen in Sachsen ist das Programm von besonderem Interesse. Denn der Austausch fördert nicht nur die persönliche Entwicklung junger Gründerinnen und Gründer, sondern schafft zugleich neue Kontakte, Geschäftsideen und Perspektiven für etablierte Betriebe. Damit wird ein Netzwerk gestärkt, das weit über die Dauer eines einzelnen Aufenthalts hinaus Wirkung entfalten kann.

Das TGZ Bautzen als verlässlicher Partner im europäischen Netzwerk
Seit mittlerweile 14 Jahren begleitet die Technologie- und Gründerzentrum Bautzen GmbH das Programm als Intermediäre Organisation. In dieser Rolle unterstützt das TGZ Bautzen sowohl Jung- als auch Gastunternehmen bei der Planung und Durchführung des Austauschs. Dazu gehören die Auswahl passender Partner, organisatorische Abstimmungen und die Begleitung während der gesamten Projektphase.
In dieser Zeit konnten zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer aus Sachsen von europäischen Netzwerken, neuen Geschäftskontakten und direktem Erfahrungsaustausch profitieren. Das TGZ Bautzen ist Teil des Netzwerks Ulixes Eyes Next, das Erasmus für Jungunternehmer gemeinsam mit Partnerorganisationen in mehreren Ländern umsetzt. In den vergangenen vier Jahren wurden über dieses Netzwerk insgesamt 755 Unternehmensaustausche erfolgreich begleitet.
Neue Projektlaufzeit ab 2027
Die erfolgreiche Zusammenarbeit und die erreichten Ergebnisse haben überzeugt: Das Netzwerk wurde von der Europäischen Kommission erneut als Intermediäre Organisation ausgewählt. Damit wird die Unterstützung von Jungunternehmern und Gastunternehmen für weitere zwei Jahre fortgesetzt. Der neue Förderzeitraum beginnt am 1. Januar 2027.
Für teilnehmende Unternehmen bedeutet das Planungssicherheit und die Möglichkeit, weiterhin von einem etablierten europäischen Austauschformat zu profitieren. Gerade in Zeiten, in denen Märkte, Lieferketten und Geschäftsmodelle immer stärker international geprägt sind, können solche Programme einen wichtigen Beitrag zur unternehmerischen Weiterentwicklung leisten.
Chancen für Gründende und etablierte Betriebe
Das Programm richtet sich nicht ausschließlich an Gründerinnen, Gründer und Start-ups. Auch etablierte Unternehmen in Sachsen können als Gastunternehmen erheblich profitieren. Sie haben die Möglichkeit, motivierte junge Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Europa für einen Zeitraum von einem bis sechs Monaten aufzunehmen. Dabei entstehen häufig neue Geschäftsideen, internationale Kooperationen und Impulse für Innovationen.
Für die Gastgeber eröffnet sich zudem ein direkter Einblick in andere Märkte und Unternehmenskulturen. Das kann helfen, eigene Prozesse zu reflektieren, neue Denkweisen kennenzulernen und langfristig wettbewerbsfähiger zu werden. Besonders Unternehmen, die sich mit Themen wie Digitalisierung, Fachkräftesicherung oder Internationalisierung befassen, können wertvolle Anregungen aus dem Austausch ziehen.

Praktische Erfahrungen und ein europaweites Netzwerk
Junge Unternehmerinnen und Unternehmer erhalten im Gegenzug die Chance, bei erfahrenen Gastgebern praktische Erfahrungen zu sammeln und ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln. Der Aufenthalt im Ausland unterstützt sie dabei, unternehmerische Abläufe besser zu verstehen, neue Kompetenzen aufzubauen und ein belastbares Netzwerk in Europa zu knüpfen.
Finanziell wird der Austausch durch die Europäische Union unterstützt. Das erleichtert den Zugang zu internationalen Erfahrungen bereits in einer frühen Phase der Unternehmensentwicklung. Für viele Teilnehmende ist genau das der entscheidende Schritt, um Ideen weiterzuentwickeln und den Sprung in neue Märkte vorzubereiten.
Neue Impulse für die sächsische Wirtschaft
Gerade für die sächsische Wirtschaft bietet Erasmus für Jungunternehmer eine gute Möglichkeit, Fachwissen auszutauschen, internationale Kontakte zu knüpfen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Ob Gründungsvorhaben, Unternehmenswachstum, Digitalisierung, Fachkräftesicherung oder Internationalisierung: Der Blick über die Landesgrenzen eröffnet oft neue Chancen und konkrete Ansatzpunkte für die eigene Entwicklung.
Die Technologie- und Gründerzentrum Bautzen GmbH möchte auch in der kommenden Projektlaufzeit weitere Unternehmerinnen und Unternehmer aus Sachsen auf ihrem europäischen Weg begleiten. Interessierte Jungunternehmer sowie erfahrene Unternehmen, die als Gastgeber aktiv werden möchten, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen und Teil des europaweiten Netzwerks zu werden.
Mehr Informationen gibt es auf der Website des Technologie- und Gründerzentrums Bautzen.