Wenn Rechnungen sich stapeln und das Konto vor Monatsende leer ist, hilft in Sachsen ein dichtes Netz an Beratungsstellen. Der Bedarf wächst: 2025 ist die Überschuldung erstmals seit 2018 wieder gestiegen, in Sachsen sind rund 275.000 Erwachsene betroffen, etwa jeder Zwölfte.
Der erste Schritt aus der Schuldenspirale ist meist ein Gespräch mit Fachleuten, und das kostet bei anerkannten Stellen nichts. Eine anerkannte Schuldnerberatung in Ihrer Nähe finden Sie in Sachsen gebündelt in dem Verzeichnis auf Schuldnerberatungen.de, das nach Städten wie Dresden, Leipzig und Chemnitz sortiert ist.
Woran Sie eine beginnende Überschuldung erkennen
Überschuldung kündigt sich fast immer an. Je früher Sie die Signale ernst nehmen, desto mehr Handlungsspielraum bleibt Ihnen.
- Der Dispo ist dauerhaft ausgereizt und wird nicht mehr ausgeglichen.
- Neue Kredite dienen vor allem dazu, alte Raten zu bezahlen.
- Mahnungen und Inkassoschreiben häufen sich im Briefkasten.
- Feste Kosten wie Miete oder Strom lassen sich nicht mehr pünktlich zahlen.
- Das Konto rutscht regelmäßig schon vor Monatsende ins Minus.
Vorsicht ist auch bei Post geboten, die Druck aufbaut: Immer wieder tauchen gefälschte Inkasso- und Anwaltsschreiben auf, vor denen die Verbraucherzentrale Sachsen warnt. Zahlen Sie nie vorschnell, sondern lassen Sie unklare Forderungen prüfen.
Welche Hilfe es in Sachsen gibt
Nicht jede Beratung ist gleich, und nicht jede kostet Geld. Bei gemeinnützigen und öffentlichen Trägern ist die Schuldnerberatung in aller Regel kostenlos, weil sie über Kommunen und Länder finanziert wird.

Welche Stelle passt, hängt vom Fall ab. Bei akuter Kontopfändung oder drohender Kündigung sollten Sie sich schnellstmöglich einen Termin sichern und die Wartezeit nicht einfach abwarten.
Vorsicht gilt bei gewerblichen Angeboten, die schnelle Schuldenfreiheit gegen hohe Vorkosten versprechen. Seriöse Beratung erkennen Sie an staatlicher Anerkennung und klaren Kosten, nicht an vollmundigen Werbeversprechen.