Ganz frisch verliebt läuft im Bett meistens alles wie von selbst. Doch spul ein paar Jahre vor und zwischen Job, Wäschebergen, Kindern und dem ganz normalen Wahnsinn bleibt für Zweisamkeit oft kaum noch Raum. Abends fallen beide einfach nur müde auf die Matratze und schlafen ein. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Luft für immer raus ist. Oft fehlt schlicht die Gelegenheit, mal wieder richtig durchzuatmen. Mit ein paar frischen Ideen holst du das Kribbeln ganz unkompliziert zurück.
Reden hilft mehr als Schweigen
Guter Sex entsteht selten auf Knopfdruck, sondern fängt schon lange vor dem Ausziehen an. Wenn ihr euch tagsüber nichts zu sagen habt, wird es abends im Bett meistens auch eher zäh. Genau deshalb ist Quatschen so wichtig. Leider reden viele Paare ständig über Termine, Geld oder Probleme, aber fast nie über das, was sie im Bett wirklich wollen.
Dabei ist es völlig in Ordnung, wenn sich das Thema anfangs etwas komisch anfühlt.
- Sagt euch direkt, was euch richtig gut tut. Verzichtet lieber auf Genörgel über Dinge, die gerade nicht klappen.
- Geschmäcker ändern sich mit den Jahren. Fragt einfach mal nach, was der andere im Moment spannend findet.
- Setzt euch nicht unter Druck. Neue Gewohnheiten brauchen nun mal ihre Zeit.
Ein langes Gespräch bei einem kühlen Bier oder Tee auf der Couch bewirkt oft echte Wunder.
Feste Zeiten für euch zwei
Hand aufs Herz: Wer darauf wartet, dass die Lust spontan zwischen Abwasch und Müllrausbringen anklopft, wartet oft ewig. Am Ende des Tages siegt meistens die Bequemlichkeit. Einen festen Abend für die Beziehung im Kalender zu blocken, mag unromantisch klingen, funktioniert in der Praxis aber hervorragend.
Macht an diesen Abenden das WLAN am Handy aus, lasst die Glotze schwarz und gehört einfach euch. Schnappt euch eine Pizza, kocht etwas Schönes oder quatscht einfach stundenlang über Gott und die Welt. Sobald ihr euch wieder als echtes Paar begreift und nicht nur als Organisationsteam für den Haushalt, kommt auch das Verlangen ganz automatisch zurück.
Das funktioniert übrigens auch dann, wenn ihr Kinder habt. Gerade dann ist es besonders wichtig, auch außerhalb der Rollen von Mutter und Vater noch als Frau und Mann zu funktionieren. Viele Paare vergessen ihre früheren Rollen, wenn der Nachwuchs im Spiel ist. Genau das bringt eine Beziehung dann langsam zum Einschlafen, dabei habt ihr euch auch nach 20, 30 oder gar 40 Jahren noch eine Menge zu geben.