Der elektronische Handel gehört zu den am schnellsten gewachsenen Wirtschaftssektoren der vergangenen zwei Jahrzehnte. Zugleich steht er unter zunehmendem Druck, seine ökologischen und sozialen Auswirkungen zu rechtfertigen: Retouren, Verpackungsabfälle, Emissionen durch Nachtlieferungen und prekäre Arbeitsbedingungen in Logistikzentren haben die Branche in die Kritik gebracht. Die Unternehmen, die in diesem Umfeld dauerhaft erfolgreich sind, werden nicht allein durch Kostenführerschaft oder Sortimentsbreite punkten. Sie werden durch die Qualität ihrer Nachhaltigkeitsstrategie differenziert werden.
Die Debatte um nachhaltige Unternehmensführung ist älter als die meisten E-Commerce-Plattformen. Bereits in den frühen 1990er Jahren formulierten Unternehmenslenker und Vordenker Konzepte, die die ökologische Dimension des Wirtschaftens in den Mittelpunkt rückten, ohne die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu opfern. Das bekannteste dieser Konzepte trägt den Namen Triple Bottom Line: die gleichzeitige Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Ziele.