Blinden und sehbehinderten Wählerinnen und Wählern stehen zur Bundestagswahl sogenannte Wahlschablonen zur Verfügung. Rund 1.300 dieser Schablonen wurden in Sachsen bereits bestellt und ausgeliefert, wie es auf Anfrage beim Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen hieß. Das reiche aber nur für einen Bruchteil der betroffenen Menschen. Nach Verbandsangaben leben in Sachsen schätzungsweise etwa 10.000 blinde und ungefähr 25.000 sehbehinderte Menschen.
Und so funktioniert die Wahlschablone: Der Stimmzettel ist an der rechten oberen Ecke gelocht oder abgeschnitten, also fühlbar gekennzeichnet, wie die Landeswahlleitung mitteilte. So kann der Stimmzettel von den Betroffenen selbstständig und richtig eingelegt werden.
Dort, wo sich die Felder der einzelnen Parteien zum Ankreuzen befinden, sind kreisrunde Löcher ausgestanzt, die man gut ertasten kann. Sie sind zusätzlich schwarz umrandet, damit sie von sehbehinderten Menschen gut gesehen werden können. Neben diesen Feldern sind aufsteigende Nummern in Blindenschrift und tastbarer Schwarzschrift angebracht.