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Null Antworten, null Punkte - Tino Chrupalla (AfD) Letzter im Abgeordneten-Ranking

Mit Briefen überfüllter blauer Briefkasten
Post für Herrn Chrupalla: Fragen über Fragen, Antworten Fehlanzeige (Bild KI-generiert mit ideogram.ai)
Von: DieSachsen News
Das jährliche Antwort-Ranking von abgeordnetenwatch.de hält einige Überraschungen bereit. Welche sächsischen Abgeordneten haben sich durch exzellente Bürgerkommunikation hervorgetan und wer bleibt hinter den Erwartungen zurück? Ein Politiker sticht besonders heraus – allerdings nicht im positiven Sinne. Erfahren Sie hier, wie sich die sächsischen Bundestagsabgeordneten im Dialog mit den Bürger:innen geschlagen haben.

In der politischen Landschaft Deutschlands gibt es immer wieder Rankings und Bewertungen, die für Aufsehen sorgen. Das unabhängige Dialogportal abgeordnetenwatch.de hat kürzlich sein jährliches Antwort-Ranking veröffentlicht, und die Ergebnisse für Sachsen sind durchaus interessant. Besonders ins Auge sticht der AfD-Politiker Tino Chrupalla, der es geschafft hat, sich einen unglücklichen Platz im Ranking zu sichern: den letzten.

Die Gewinner:innen des Rankings

Beginnen wir mit den erfreulichen Nachrichten: 25 Bundestagsabgeordnete aus Sachsen haben sich das Prädikat „hervorragend“ verdient, indem sie zwischen 90 und 100 Prozent der an sie gestellten Fragen beantwortet haben. Die Spitzenreiter sind Paula Piechotta (Bündnis 90/Die Grünen), Detlef Müller (SPD) und Bernhard Hermann (Bündnis 90/Die Grünen). Besonders hervorzuheben ist Paula Piechotta, die sich vom dritten auf den ersten Platz verbessert hat, indem sie 59 Fragen beantwortete. Eine beeindruckende Leistung, die zeigt, dass diese Abgeordneten den Dialog mit den Bürger:innen ernst nehmen.

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Tino Chrupalla: Funkstille im Dialog

Auf der anderen Seite des Spektrums befindet sich Tino Chrupalla, Co-Vorsitzender der AfD. Mit einer Antwortquote von exakt null Prozent auf 45 an ihn gestellte Fragen bildet er das Schlusslicht des Rankings. Dies ist besonders bemerkenswert, da die AfD oft betont, wie wichtig ihr die Anliegen der Bürger sind. Doch offenbar scheinen die Fragen der Wähler für Chrupalla nicht prioritär zu sein.

Was bedeutet das?

Die AfD präsentiert sich häufig als die Partei, die „das Ohr am Bürger“ hat. Doch die Zahlen von abgeordnetenwatch.de zeichnen ein anderes Bild. Während die Spitzenreiter des Rankings eindrucksvoll zeigen, dass sie die Kommunikation mit der Bevölkerung ernst nehmen, bleibt Chrupalla stumm. Dies könnte für viele Wählerinnen und Wähler ein Signal sein, dass die Rhetorik der AfD und die tatsächlichen Handlungen ihrer Vertreter nicht immer übereinstimmen.

Ein Vergleich

Die allgemeine Antwortquote in Sachsen liegt bei 84 Prozent und damit über dem bundesweiten Durchschnitt von 77 Prozent. Dies zeigt, dass die meisten Abgeordneten in Sachsen engagiert sind, wenn es darum geht, auf Bürgeranfragen zu reagieren. Im Vergleich dazu ist Chrupallas Nullquote nicht nur enttäuschend, sondern auch ein Ausreißer nach unten.

Fazit

Die Antwortquote ist ein objektiver, messbarer Wert des Dialogs zwischen Abgeordneten und Bürger:innen. Während viele sächsische Politiker:innen hier glänzen, fällt Tino Chrupalla eher negativ auf - keine Antworten, nur Stille. Für eine Partei, die oft die Bedeutung des Bürgerdialogs betont, ist das eine ziemlich ironische Position. Es bleibt abzuwarten, wie die Wähler:innen auf diese Funkstille reagieren werden. Klar ist jedoch: Wer sich um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger bemüht, sollte auch bereit sein, ihre Fragen zu beantworten - sonst endet man am Ende des Rankings wie Chrupalla.

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