Am Freitag, den 8. März, wurde Stuttgart Zeuge eines beeindruckenden Moments der politischen Neuausrichtung der CDU. Friedrich Merz, der Vorsitzende der CDU Deutschlands, hielt auf der Deutschlandtour im Rahmen der Regionalkonferenzen eine flammende Rede, die sowohl die Probleme der Vergangenheit anerkannte als auch den Weg in eine mutige und zuversichtliche Zukunft skizzierte. Es ging um Leitkultur und Patriotismus. Merz: "Ein Patriot liebt sein eigenes Land, der Nationalist hasst alle anderen."
Wirtschaftpolitik in Deutschland
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Wirtschaftspolitik. Merz rief zu einem Ende des Unternehmerbashings auf und skizzierte Maßnahmen, die das Vertrauen in den Standort Deutschland stärken sollen, wie die steuerfreie Stellung von Überstunden und höhere Freibeträge für rentenbeziehende Arbeitnehmer. Er sprach sich auch gegen übermäßige Regulierung und für niedrigere Steuern aus, um Investitionen im Inland zu fördern. Im Jahr 2022 gab es einen sehr hohen Nettokapitalabfluss. Es wurden rund 120 Milliarden Euro von Deutschland aus im Ausland investiert, nur 15 Milliarden in Deutschland.
Bildung in Deutschland
Beim Thema Bildung betonte Merz die Wichtigkeit der Bildung als Ländersache. „Stellen Sie sich einmal vor, Bildung wäre auch noch Sache des Bundes und diese Regierung würde sich darum kümmern?“, stichelte er in Richtung der Ampel-Regierung. Merz ergänzte jedoch, dass auch Eltern eine große Verantwortung für gute Bildung ihrer Kinder haben. Es sei ein Irrglaube, dass das Schulsystem für die Erziehung und Bildung allein zuständig sei. "Das Beste Bildungssystem bringe nichts, wenn nicht auch Eltern Verantwortung übernehmen", sagt er.