Der beauftragte Gutachter hat einen Medienbericht über ignorierte Gutachten und Vernachlässigung nötiger Instandhaltungsmaßnahmen im Fall der teilweise eingestürzten Dresdner Carolabrücke entkräftet. Der Einsturz sei vor allem auf diesogenannte Spannungsrisskorrosion zurückzuführen ist, heißt es in einer Stellungnahme von Brückenexperte Steffen Marx. Diese sei bereits beim Bau der Brücke initiiert worden.
Marx schreibt von einem «Einsturz ohne Vorankündigung». Dieser sei «mit den im Rahmen der anerkannten Regeln der Technik durchgeführten üblichen Untersuchungsmethoden» nicht im Vorfeld erkannt worden.
Die Korrosion der Spannglieder im Beton habe sich über viele Jahre im Inneren der Brücke unsichtbar von außen und weitgehend unabhängig von oberflächlichen Schadensbildern vollzogen. Marx fordert eine Überprüfung und Nachjustierung der Beurteilungsmethodik von Brücken mit ähnlicher Konstruktion und Bauzeit.