Aktuell gibt es keine sächsische Weinkönigin und auch keine zwei Weinprinzessinnen. Die Wahl für die Saison 2025/26 ist mangels Bewerberinnen ausgefallen. Das soll aber nicht so bleiben. Der Weinbauverband Sachsen e.V. beruft nach Informationen von Meißen News für den 19. März eine außerordentliche Mitgliederversammlung in Radebeul ein. Hauptthema ist die Zukunft des Amts der sächsischen Weinmajestäten.
Der eigens dafür gebildete Arbeitskreis „Weinhoheit“ möchte ein Konzept vorstellen, das Meißen News vorliegt. Danach soll am bewährten Trio aus einer Weinkönigin und zwei Weinprinzessinnen festgehalten werden. Neu hinzukommen sollen drei Patenschaften: Die Paten sollen die Majestäten bei großen Auftritten begleiten, in den Sozialen Medien unterstützen und ganzjährig als verbindliche Ansprechpartner für Themen wie Kleidung, Reden, Konflikte oder Social-Media-Auftritte dienen – unabhängig davon, ob sie Verbandsmitglieder sind.
Zusätzlich soll der Arbeitskreis „Weinhoheit“ die Majestäten durch Vorbereitungsseminare, ein Handbuch und Unterstützung bei der Terminplanung entlasten. Ziel ist es, alle Hemmschwellen abzubauen und die Betreuung sowie Ausbildung deutlich zu verbessern. Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Öffnung für genderneutrale Bewerbungen. Der Arbeitskreis empfiehlt dies ausdrücklich, um den Bewerberpool zu erweitern, Gleichberechtigung und Vielfalt zu fördern. Vorgesehen ist zunächst, Bewerbungen von Männern zuzulassen. Die konkrete Zulassung würde dann durch den Vorstand erfolgen, die Wahl durch eine Jury. Man rechnet allerdings auch mit Vorbehalten von Mitgliedern.