Die drei Millionen waren das Ziel. Es wurde nicht ganz erreicht, trotzdem sind die Winzer im Elbland zufrieden. Nach dem beinahe Total-Ausfall des Jahres 2024 hat sich die Weinindustrie in Sachsen im Vorjahr wieder erholt. Der Vorsitzende des Weinbauverbandes Felix Hößelbarth gab am Montag auf einer Pressekonferenz auf dem Weingut Hoflößnitz in Radebeul die amtliche Zahl bekannt. 2,95 Millionen Liter Wein konnten produziert werden. Im Katastrophenjahr 2024 waren es gerade mal 0,7 Millionen und im Jahr 2023 etwa genauso viel wie jetzt.
Regen gab es im Vorjahr ausreichend, leider war er nicht optimal verteilt. Im Juli und September regnete es viel, da hätten sich die Winzer mehr Sonne gewünscht. Dafür war das Frühjahr zu trocken. Immerhin, es hat zu einer guten und qualitativ wertvollen Ernte gereicht.
Hößelbarth freute sich darüber, dass die Rebfläche in Sachsen mit 530 Hektar gleich geblieben ist. Von einem Rückgang ist keine Rede, obwohl sich die Anzahl der Kleinwinzer auf etwa 1.200 weiter verringert hat. Offenbar haben Haupterwerbswinzer (37 in Sachsen) oder Nebenerwerbswinzer (42 in Sachsen) die frei gewordenen Flächen übernommen.