Wie die Bundeswehr in Dresden über den Krieg der Zukunft nachdenkt
Wie moderne Armeen künftig kämpfen werden, stand am Mittwoch, 18. Juni, im Mittelpunkt einer Podiumsveranstaltung an der Offizierschule des Heeres in Dresden, teilte die Bundeswehr mit. Unter dem Titel „Mensch gegen Material – Innovation und Ökonomie“ diskutierten hochrangige Vertreter aus Bundeswehr, Industrie und Wissenschaft über Lehren aus dem Russland‑Ukraine‑Krieg, technologische Entwicklungen und die Rolle des Menschen im Gefecht der Zukunft.
Zu den zentralen Stimmen gehörte Generalleutnant Michael Vetter, Abteilungsleiter Innovation und Cyber im Bundesverteidigungsministerium. Er ordnete aktuelle Entwicklungen auf dem Gefechtsfeld ein und betonte die Bedeutung technologischer Überlegenheit – von Drohnen über Sensorik bis hin zu digital vernetzten Systemen. Gleichzeitig warnte er davor, den Faktor Mensch zu unterschätzen.
Einen besonderen Akzent setzte Oberfeldarzt Dominik G., der die psychischen und ethischen Herausforderungen moderner Kriegsführung beleuchtete. Er schilderte, wie sich der Einsatz autonomer Systeme und ferngesteuerter Waffen auf Soldatinnen und Soldaten auswirkt und welche Verantwortung militärische Führung in einem zunehmend technisierten Umfeld trägt.
Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Jens Wehner, Kurator am Militärhistorischen Museum der Bundeswehr. Bereits vor dem Podium hatten die Teilnehmenden in mehreren Breakout‑Sessions zentrale Themen vertieft. Die Ergebnisse flossen anschließend in die Debatte ein und stärkten den Austausch zwischen Bundeswehr, Industrie und Forschungseinrichtungen.
Deutlich wurde: Der Krieg der Zukunft wird stark durch Technologie geprägt sein – von Künstlicher Intelligenz über Drohnenschwärme bis hin zu automatisierten Logistiksystemen. Dennoch bleibe der Mensch entscheidend: Er führe, entscheide und trage Verantwortung, auch wenn Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen.