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Welche Zukunft hat das Berufliche Gymnasium Riesa?

Welche Zukunft hat das Berufliche Gymnasium Riesa?
Minister Conrad Clemens (Mitte) mit Landrat Ralf Hänsel (2.v.l.), OB Marco Müller (r.) und MdL Daniela Kuge (l.) zu besuch im Beruflichen Gymnasium Mesa. Foto privat
Von: Meißen News
Beim Besuch des Kultusministers am BSZ Riesa stand die Zukunft des Beruflichen Gymnasiums im Mittelpunkt. Lehrkräfte, Landrat und OB betonten die Bedeutung des Standorts.

Die Meißner Landtagsabgeordnete Daniela Kuge (CDU) hat dieser Tage Staatsminister Conrad Clemens am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Riesa begrüßt, teilte ihr Büro mit. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Zukunft des Beruflichen Gymnasiums, das für die Bildungslandschaft der Region eine zentrale Rolle spielt. Aber die Zukunft sieht aktuell nicht so gut aus, denn es gibt Schließungspläne.

Im Gespräch mit Lehrkräften, Landrat Ralf Hänsel und Oberbürgermeister Marco Müller wurde deutlich, wie wichtig der Standort für Riesa und das Umland ist. Das BSZ verbindet berufliche Ausbildung mit weiterführenden schulischen Bildungswegen und bietet Jugendlichen die Möglichkeit, auf dem beruflichen Bildungsweg die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

Aktuell besuchen rund 44 Schülerinnen und Schüler das Berufliche Gymnasium, verteilt auf zwei Klassen. Gleichzeitig wurde klar, dass die Sicherung ausreichender Schülerzahlen und verlässlicher Rahmenbedingungen für die kommenden Schuljahre eine große Herausforderung bleibt. Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Entwicklung des Fachbereichs Technik sowie die Frage, wie das Bildungsangebot langfristig gesichert und weiterentwickelt werden kann. Dabei spielen die personelle Ausstattung und die Verteilung von Lehrkräften eine wichtige Rolle. Kuge:  „Das Berufliche Gymnasium am BSZ Riesa eröffnet jungen Menschen einen wichtigen Bildungsweg. Sein Erhalt muss gemeinsam mit Schule, Schulträger und Freistaat gesichert werden.“

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In einer Gesprächspause erläuterte Kuge den Lehrkräften zudem das Petitionsverfahren zur Initiative „Erhalt Berufliches Gymnasium Riesa“.

Hintergrund: Am 1. Juli 2026 hatte das Kultusministerium ein Arbeitspapier zur Teilschulnetzplanung an Sachsens Berufsschulen veröffentlicht. Das Papier sieht vor, dass die Gymnasialklassen am BSZ in Riesa ab dem Schuljahr 2027/28 keine Rolle mehr spielen sollen. Grund sei ein Doppelangebot. Im Bereich Technik- und Wirtschaftswissenschaften gebe es Angebote in Riesa und am BSZ in Meißen. Diese Pläne aus Dresden beträfen aber nur das Berufliche Gymnasium, nicht Fachoberschule, Berufsschule und Berufsvorbereitung.

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