Die CDU Radebeul lädt am Mittwoch, 24. Juni, zu einer öffentlichen Diskussion über die Zukunft des Wehrdienstes ein. Das teilte der Veranstalter am Donnerstag mit. Unter dem Titel „Wehrdienst oder Wehrpflicht? Wie wir unsere Verteidigung am besten organisieren“ soll ab 19 Uhr in der Lößnitztalschänke über sicherheitspolitische Herausforderungen und mögliche Reformen gesprochen werden. Referent ist Hauptmann Georg Dalicho, Jugendoffizier der Bundeswehr in Dresden.
Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die sicherheitspolitische Lage seit der sogenannten Zeitenwende. Der Krieg in Europa und im Nahen Osten, die unklare Rolle der USA in der NATO sowie Chinas geopolitische Ambitionen hätten die Rahmenbedingungen grundlegend verändert, heißt es in der Ankündigung. Die Frage, wie Deutschland seine Verteidigungsfähigkeit künftig organisiert, stehe daher im Mittelpunkt.
Seit dem Aussetzen der Wehrpflicht im Jahr 2011 stagniert die Personalstärke der Bundeswehr. Mit Blick auf die Bedrohung durch Russland verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten bis 2035 auf 260.000 zu erhöhen, ergänzt durch 200.000 Reservistinnen und Reservisten. Um dieses Ziel zu erreichen, trat am 1. Januar das Wehrdienstmodernisierungsgesetz in Kraft. Es umfasst eine modernisierte Wehrerfassung, den sogenannten Neuen Wehrdienst sowie eine umfangreiche Auskunfts- und Musterungsinitiative.