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Was Azubis im ersten Lehrjahr wirklich über ihre Ausbildung denken

Was Azubis im ersten Lehrjahr wirklich über ihre Ausbildung denken
Symbolbild Lehrlinge / pixabay sergeitokmakov
Von: Meißen News
Die IHK Dresden hat Erstjahres-Azubis befragt. Die Ergebnisse zeigen hohe Zufriedenheit – aber auch deutliche Herausforderungen.

Die Industrie‑ und Handelskammer Dresden hat im März und April Auszubildende des ersten Lehrjahres zu ihren Erfahrungen befragt, teilte die IHK am Freitag mit. Von 3.381 angeschriebenen Jugendlichen nahmen 637 an der Umfrage teil. Die Ergebnisse zeigen eine überwiegend positive Einschätzung der Ausbildungssituation, aber auch strukturelle Probleme, die viele junge Menschen betreffen.

Demnach erlernen 78 Prozent der Befragten ihren Wunschberuf. 89 Prozent würden ihren Ausbildungsbetrieb weiterempfehlen – vor allem wegen des Betriebsklimas, der Betreuung und des Unternehmensimages. 91 Prozent sehen gute Übernahme‑ und Karrierechancen nach Abschluss der Lehre. Für 94 Prozent waren praktische Tätigkeiten und der direkte Einstieg in den Berufsalltag entscheidende Gründe für die Wahl einer Ausbildung. Bei der Berufswahl spielten Praktika (85 Prozent) und das persönliche Umfeld (51 Prozent) eine zentrale Rolle. 29 Prozent erhielten bereits nach der ersten Bewerbung eine Zusage.

IHK‑Bildungsgeschäftsführer Torsten Köhler betonte, die Ergebnisse entsprächen weitgehend den Vorjahren. Besonders erfreulich sei die hohe Zufriedenheit der Auszubildenden. Die Rückmeldungen zeigten, dass junge Menschen stark auf Zukunftsaussichten und Arbeitsbedingungen achten. Unternehmen punkteten vor allem mit praxisnahen Aufgaben, gutem Klima und Entwicklungsmöglichkeiten.

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Die Umfrage liefert erstmals Daten zu Beschäftigungen vor Beginn der Ausbildung: 26 Prozent der Jugendlichen hatten zuvor ungelernt gearbeitet, viele davon länger als sechs Monate. Gründe waren Zeitüberbrückung, persönliche Umstände oder Unsicherheiten bei der Berufswahl.

Ein weiteres Thema bleibt die Erreichbarkeit von Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. Mehr als ein Viertel benötigt zwischen 60 und 120 Minuten zur Berufsschule. Öffentliche Verkehrsmittel spielen dabei eine zentrale Rolle. 24 Prozent lehnten bereits Ausbildungsangebote wegen zu großer Entfernungen ab. 14 Prozent sind für die Ausbildung umgezogen, 18 Prozent nutzen Wohnheimplätze oder Wohnungen am Schulstandort.

Zudem steigt der Anteil der Jugendlichen, die häufig von Unterrichtsausfall betroffen sind: 18 Prozent berichten davon. Neu abgefragt wurde der Einsatz künstlicher Intelligenz: 64 Prozent nutzen KI privat, knapp 50 Prozent in der Berufsschule und 20 Prozent im Betrieb.

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