Die Panzergrenadierbrigade 37 hat ihre Einsatzbereitschaft für den NATO‑Auftrag in Litauen weiter erhöht, teilte die Bundeswehr am Dienstag mit. Seit Januar 2025 ist der Verband - hauptsächlich in Frankenberg stationiert - als schnell verlegbare Multinational Brigade Lithuania vorgesehen – ein Auftrag, der höchste Gefechtsbereitschaft verlangt. Um diese Fähigkeit zum sogenannten „fight tonight“ sicherzustellen, verlegte die Brigade in den vergangenen Wochen rund 3.000 Soldatinnen und Soldaten sowie etwa 800 Rad‑ und Kettenfahrzeuge auf den Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen.
Zum Übungskontingent gehörten unter anderem die Panzerhaubitze 2000, der Schützenpanzer Puma und der Kampfpanzer Leopard 2A7V. Das Trainingsprogramm reichte von Bahntransporten über Gefechtsdienst in verschiedenen Schwierigkeitsstufen bis hin zum scharfen Schuss aller Hauptwaffensysteme. Ergänzt wurde es durch Gefechtsstandprozesse sowie die Erprobung und Weiterentwicklung der Führungsfähigkeit der Brigade.
Brigadekommandeur Oberst Hagen Ruppelt betonte, dass die Leistungsfähigkeit des Verbandes nicht allein von moderner Technik abhänge. Entscheidend seien die Soldatinnen und Soldaten mit der richtigen Ausbildung und dem passenden Mindset. Seine Brigade zeichne sich durch Professionalität, Innovationsstreben und hohe Qualität aus – und sei bereit für den Auftrag in Litauen.