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Warum die AfD Meißen ihren Antrag zur Kita-Schließung stellte

Warum die AfD Meißen ihren Antrag zur Kita-Schließung stellte
Symbolbild Kindergarten / pixabay LRCL
Von: Meißen News
Die AfD‑Fraktion weist Kritik am Änderungsantrag zur Kita‑Schließung zurück. Eine Chronologie soll den Ablauf transparent machen.

Die AfD‑Fraktion im Stadtrat Meißen hat jetzt eine ausführliche Stellungnahme zum Beschluss über die Schließung der Kita „Regenbogen“ veröffentlicht. Das geht aus einem Schreiben hervor, das der Fraktion zufolge den „tatsächlichen Beratungsverlauf vollständig darstellen“ soll. Hintergrund sind öffentliche Diskussionen nach der Stadtratssitzung am Dienstag, 1. Juli, in der ein kurzfristiger Änderungsantrag der AfD eine knappe Mehrheit fand. Die Fraktion widerspricht dem Eindruck, der Antrag sei „überraschend entstanden“ oder habe die Kita „Regenbogen“ erstmals in das Verfahren eingebracht.

„Der Änderungsantrag wurde bereits am Morgen der Stadtratssitzung gegen 09:00 Uhr per E‑Mail übermittelt“, heißt es in dem Dokument. „Die Auswahl der Kita ‚Meißner Spatzen‘ war für uns nicht nachvollziehbar.“

Nach Angaben der AfD wurde der Antrag nach einer außerordentlichen Fraktionssitzung am Vorabend formuliert. Dort habe die Verwaltung erneut betont, dass eine Kapazitätsanpassung notwendig sei. Die Fraktion habe sich daraufhin entschieden, einen eigenen Vorschlag einzubringen, der aus ihrer Sicht den Bewertungskriterien der Verwaltung besser entspreche. Ziel sei gewesen, eine spätere zweite Schließung möglicherweise zu vermeiden oder hinauszuschieben.

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Die AfD betont, dass der Änderungsantrag bewusst als Änderung der bestehenden Beschlussvorlage eingebracht wurde – nicht als eigener Tagesordnungspunkt. Einen Antrag auf öffentliche Beratung habe man nicht gestellt, da man zunächst auf Klärung im laufenden Verfahren gesetzt habe. Rückblickend wolle die Fraktion künftig häufiger öffentliche Beratungen beantragen.

In der Stellungnahme kritisiert die AfD mangelnde Transparenz seitens der Verwaltung. Man habe sich für eine frühere Einbindung der Eltern eingesetzt, sei jedoch auf die vereinbarte Nicht‑Öffentlichkeit verwiesen worden. Die Fraktion verweist zudem darauf, dass die Kita „Regenbogen“ nach eigenen Angaben bereits vor dem 15. Juni über mögliche Veränderungen informiert gewesen sei.

Inhaltlich begründet die AfD ihren Änderungsantrag mit mehreren Punkten: Die Kita „Regenbogen“ sei weniger ausgelastet gewesen, habe geringere Investitions‑ und Sachkosten verursacht und biete als städtische Einrichtung bessere Möglichkeiten für abgestimmte Übergangskonzepte. Zudem sei das Kriterium „Alleinstellungsmerkmal“ aus Sicht der Fraktion nicht konsequent angewendet worden.

Die Fraktion fordert, den gesamten dokumentierten Verfahrensablauf in die Bewertung einzubeziehen. Der Antrag sei keine spontane Entscheidung gewesen, sondern die „konsequente Fortführung einer seit Ende April vertretenen Position“.

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