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Riesa: Feralpi wirbt Frauen für Produktion an

Riesa: Feralpi wirbt Frauen für Produktion an
Im gewerblichen Bereich des Werkes in Riesa arbeiten bereits 13 Frauen. Das Unternehmen möchte diese Zahl noch weiter ausbauen. Foto: Feralpi
Von: Meißen News
Ein Bewerberinnentag in Riesa bringt erste Einstellungen. Jetzt soll das Projekt weiter wachsen.

Feralpi Stahl und die Agentur für Arbeit Riesa wollen gemeinsam mehr Frauen für Berufe in der Stahlproduktion gewinnen. Noch in diesem Jahr sollen fünf neue Mitarbeiterinnen für den gewerblichen Bereich im Werk in Riesa eingestellt werden, wie das Unternehmen und die Arbeitsagentur mitteilten. Erste Ergebnisse gebe es bereits: Nach einem gemeinsamen Bewerberinnentag arbeite seit Mai eine Teilnehmerin als Bagger- und Schrottkranfahrerin im Werk.

Dem Projekt sei eine genaue Prüfung der Arbeitsplätze vorausgegangen. Auf Basis von Gefährdungsbeurteilungen und Arbeitsplatzbegehungen seien Bereiche untersucht worden, die sich für einen Quereinstieg besonders eigneten. Dabei habe das Team nicht nur körperliche Anforderungen, sondern auch Teamstrukturen, mögliche Vorbehalte und die jeweilige Arbeitsweise betrachtet. So sei eine Übersicht entstanden, die bei der Auswahl passender Bewerberinnen helfen solle.

Ein erster wichtiger Schritt sei der Bewerberinnentag im Werk gewesen. Die Agentur für Arbeit Riesa habe dafür im Vorfeld eine Vorauswahl interessierter Frauen getroffen. Statt einer klassischen Führung hätten die Teilnehmerinnen praktische Einblicke in mögliche Arbeitsbereiche erhalten. Anschließend hätten sie beim Austausch mit Führungskräften Fragen stellen und sich ein Bild vom Arbeitsalltag im Stahlwerk machen können. Drei Frauen hätten danach ein Probearbeiten absolviert, eine von ihnen sei eingestellt worden. Kai Holzmüller, Personaldirektor bei GFerali,verweist auf den demografischen Wandel in der Region. Mehr Frauen für Stahlberufe zu gewinnen, sei daher aus seiner Sicht nicht nur eine Frage der Chancengleichheit, sondern auch wichtig für den Standort Riesa.

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Uwe Reinecke, General Manager des Unternehmens, betont, moderne Produktionsberufe setzten vor allem technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit voraus, nicht Muskelkraft. Auch die Arbeitsagentur sehe in dem Projekt ein Modell für die Integration von Arbeitskräften und die Förderung von Frauen in technischen Berufen. Thomas Stamm, Vorsitzender der Geschäftsführung, erklärte, die Zusammenarbeit mit Feralpi sei langjährig und erfolgreich. Das Projekt „Frauen im Stahl“ zeige, wie Vermittlung und Chancengleichheit zusammenwirken könnten, um Fachkräfte zu gewinnen und Frauen für technische Berufsfelder zu interessieren.

Die Kooperation ist Teil des konzernweiten Magnolia-Programms der italienischen Feralpi Group. Damit verfolge das Unternehmen das Ziel, mehr Frauen für technische und gewerbliche Berufe zu gewinnen und den Einstieg in die Stahlindustrie zu erleichtern. Im Werk in Riesa arbeiteten bereits 13 Frauen im gewerblichen Bereich. Diese Zahl solle weiter steigen. Eine nächste Informationsveranstaltung sei für September geplant.

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