Kein Geld mehr. Zum 1. Juli endet bei der Diakonie Meißen die reguläre Arbeit des Jugendmigrationsdienstes (JMD) und des Projektes „Respekt Coaches“. Das teilte die Diakonie mit. Neue Anfragen und Neuaufnahmen für den JMD können dann nicht mehr berücksichtigt werden.
Der Dienst begleitet seit 1998 junge Zugewanderte im Alter von 12 bis 27 Jahren im Landkreis Meißen und unterstützt sie in schulischen, beruflichen, behördlichen und persönlichen Fragen. Auch das schulische Präventionsprogramm „Respekt Coaches“ wird eingestellt. Es vermittelt demokratische Werte, soll das Klassenklima stärken und junge Menschen dabei unterstützen, sich mit gesellschaftlichem Zusammenhalt und Konfliktlösung auseinanderzusetzen.
Geschäftsführer Frank Radke sagte, man arbeite daran, den Übergang für die Betroffenen so verantwortungsvoll wie möglich zu gestalten. Zugleich sei die Entscheidung wegen einer anhaltenden Unterfinanzierung gefallen;. Ein wirtschaftlich verantwortbarer Weiterbetrieb sei nicht möglich. Die Diakonie kündigte an, betroffene Klientinnen und Klienten gezielt anzusprechen und über die nächsten Schritte zu informieren. Ziel sei es, individuelle Maßnahmen geordnet abzuschließen. Für neue Fälle stehen die Angebote ab Juli nicht mehr zur Verfügung.