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Vier Kommunen aus dem Kreis Meißen planen Wärmeversorgung gemeinsam

Vier Kommunen aus dem Kreis Meißen planen Wärmeversorgung gemeinsam
Vorm Radebeuler Rathaus: die vier Bürgermeister der beteiligten Kommunen Michaela Ritter (Radeburg), Thomas Schubert (Coswig), Katrin Sontag (Moritzburg) und Bert Wendsche (Radebeul). Foto: SachsenEnergie
Radebeul, Coswig, Moritzburg und Radeburg starten die Kommunale Wärmeplanung im Konvoi. Bis Anfang 2028 soll ein gemeinsamer Rahmen entstehen.

Die Großen Kreisstädte Radebeul und Coswig, die Gemeinde Moritzburg und die Stadt Radeburg starten gemeinsam die Kommunale Wärmeplanung. Ziel sei es, bis Anfang 2028 eine Grundlage für die künftige Wärmeversorgung in allen vier Kommunen zu schaffen, wie die Beteiligten zum Projektstart am 16. September mitteilten.

SachsenEnergie und seecon Ingenieure unterstützen das Vorhaben. Die Finanzierung erfolge über den gesetzlich geregelten Mehrbelastungsausgleich des Freistaates Sachsen. Das Projekt werde als Konvoi organisiert. Statt vier getrennte Planungen sollen zentrale Arbeitsschritte gemeinsam bearbeitet werden. Dabei würden regionale Zusammenhänge von Beginn an berücksichtigt.

Gunnar Schneider aus dem Kommunalvertrieb von SachsenEnergie sagte, der gemeinsame Ansatz ermögliche einen intensiven fachlichen Austausch und die Betrachtung von Potenzialen und Infrastrukturen über Gemeindegrenzen hinweg. Gleichzeitig erhalte jede Kommune einen eigenen Wärmeplan, der auf ihre örtlichen Besonderheiten zugeschnitten sei. Im Rahmen der Planung erfassen die Projektpartner die heutige Wärmeversorgung in den vier Kommunen. Untersucht werden unter anderem eingesetzte Energieträger, bestehende Infrastrukturen sowie Potenziale für erneuerbare Energien, Umweltwärme und Abwärme. Daraus sollen Entwicklungsszenarien für die kommenden Jahre entstehen. Sie sollen Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern als Orientierung für künftige Entscheidungen dienen.

Bert Wendsche, Oberbürgermeister von Radebeul und Gastgeber der Kick-off-Veranstaltung, sagte, die Kommunale Wärmeplanung sei ein wichtiger Baustein, um die Wärmeversorgung langfristig planbar und zukunftsfähig zu gestalten. Das Projekt schaffe eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die nächsten Jahre. Zugleich gebe es Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen Orientierung für künftige Investitionen.

Nach Angaben der Projektpartner treffe die Wärmeplanung keine Festlegungen für einzelne Gebäude und verpflichte Eigentümerinnen und Eigentümer nicht zum Austausch bestehender Heizungen. Sie beschreibe vielmehr mögliche Entwicklungsperspektiven für die Wärmeversorgung auf kommunaler Ebene. Die Planung solle zudem von Beteiligungsformaten begleitet werden. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Institutionen und weitere Interessengruppen könnten ihre Kenntnisse und Erfahrungen in den Prozess einbringen. Zum Projektstart stellten die Projektleiter von SachsenEnergie und seecon Ingenieure Ziele, Vorgehensweise und Beteiligungsmöglichkeiten vor. Über wichtige Meilensteine und Zwischenergebnisse wollen die Partner die Öffentlichkeit regelmäßig informieren.

SachsenEnergie bringt nach eigenen Angaben Erfahrungen aus zahlreichen Kommunen in Ostsachsen ein, die nun auch in den Konvoi von Radebeul, Coswig, Moritzburg und Radeburg einfließen sollen.