Da war wieder eine Menge Polizei vonnöten. Zwei Demonstrationen in Dresden beschäftigte am Samstag die Polizeidirektion Dresden. Unterstützt wurde sie dabei von Beamten der Bereitschaftspolizei Sachsen. Am Einsatz waren insgesamt 214 Polizisten beteiligt, teilte die Polizei am Samstag mit.
Gegen 12 Uhr startete eine Versammlung im Rahmen des 32. Christopher Street Day (CSD) in Dresden. Ein großer Demonstrationszug mit mehreren tausend Teilnehmern zog daraufhin durch die Innenstadt und endete gegen 16:30 Uhr auf dem Altmarkt. Die gesamte Veranstaltung verlief störungsfrei, und es kam zu keinen Zwischenfällen. Der Veranstalter spricht sogar von mehr als 10.000 Teilnehmern. Die Teilnehmer protestieren für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und anderen queeren Menschen.
Gegen die CSD-Parade formierte sich am Samstag rechter Widerstand. Die vom sächsischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte sogenannte "Elblandrevolte" begann um 10:30 Uhr am Bahnhof Dresden-Mitte eine Versammlung. Die "Elblandrevolte" zählt zur Jugendorganisation "JN" der Partei "Heimat" (vormals NPD). Sie hat zuvor auf X für die Aktion mobilisiert. Nach der Auftaktkundgebung am Bahnhof Mitte zog der Aufzug über die Wilsdruffer Straße bis zum Pirnaischen Platz und wieder zurück zum Bahnhof Dresden-Mitte. Die Versammlung endete gegen 14:45 Uhr. Auf dem Freiberger Platz wurde der Aufzug durch die Polizei vorübergehend gestoppt, da Straftaten innerhalb des Zuges festgestellt wurden. Fünf Teilnehmer, darunter zwei Kinder, trugen Gürtelschnallen mit verbotenen Runen. Zudem skandierte ein Teilnehmer verbotene Parolen. Gegen die Tatverdächtigen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.