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Sotheby’s versteigert teures Meissner Porzellan aus Insolvenz

Sotheby’s versteigert teures Meissner Porzellan aus Insolvenz
Johann Joachim Kaendler: Die Dame vom Mopsorden, um 1745. Bei Sotheby's ist sie mit 10-15.000 Pfund Sterling ausgepreist. Bildquelle: Sothjeby's
Von: Meißen News
Nach der Insolvenz der Münchner Kunsthandlung Röbbig verwertet Sotheby’s mehr als 700 Kunstobjekte, vor allem frühe Stücke aus Meissen.

Das Auktionshaus Sotheby’s wird wertvolles Meissener Porzellan aus der insolventen Münchner Kunsthandlung Röbbig verwerten. Das teilte Insolvenzverwalter Dino Straub von der Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte nach Angaben von kunstmarkt.com mit. Es soll sich um mehr als 700 Gegenstände vor alle, aus der Manufaktur Meissen handeln. 

Den Schwerpunkt bilden demnach frühe Stücke aus Meißen sowie Porzellan aus der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) Berlin. Darüber hinaus kommen Objekte weiterer Manufakturen wie Du Paquier in Wien, Nymphenburg und Ludwigsburg zur Auktion.

Neben Porzellan umfasst der Bestand auch Gemälde, Stühle, Leuchter, Kommoden und weitere hochwertige Kunst- und Einrichtungsgegenstände des 17. und 18. Jahrhunderts. Sotheby’s plant drei Auktionen: Im Juni sollen in Paris eine Live-Auktion sowie eine Online-Auktion stattfinden; im Herbst ist eine weitere Online-Auktion in Köln vorgesehen.

Gerhard Röbbig hatte sein Kunstgeschäft 1976 in der Münchner Prannerstraße eröffnet und sich früh auf seltenes Porzellan spezialisiert, insbesondere aus Meißen. Im Laufe der Jahrzehnte erarbeitete er sich einen Ruf, der auf wissenschaftlicher Expertise, ausgewähltem Sortiment und dem Fokus auf Seltenheit und Erhaltungszustand basierte.

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Nach Röbbigs Tod 2012 führte sein Mitarbeiter Alfredo Reyes die Kunsthandlung unter dem etablierten Namen fort; 2019 erfolgte der Umzug ins Carolinen Palais. Im Juni 2025 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Laut Insolvenzberwalter seien die Umsätze seit 2022 deutlich rückläufig gewesen, zusätzlich hätten Nachforderungen des Finanzamts in Millionenhöhe belastet. Bislang meldeten 39 Gläubiger Forderungen von rund 17 Millionen Euro an.

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