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Schwere Laster müssen raus aus den Orten zwischen Siebenlehn und Wilsdruff

Schwere Laster müssen raus aus den Orten zwischen Siebenlehn und Wilsdruff
Stau auf der Autobahn ist schlecht für die Dörfer zwischen Siebenlehn und Wilsdruff. Foto: ACE Autoclub
Von: Meißen News
Wegen Verkehrslärm: Der Freistaat Sachsen startet mit drei Landkreisen einen zweijährigen Versuch. Betroffen sind die Staatsstraßen S 36, S 195 und S 196 zwischen Siebenlehn und Wilsdruff. Die Beschilderung soll Ende April stehen.

Immer wenn es Stau auf der Autobahn gibt, haben die Anwohner er Ortschaften zwischen Siebenlehn und Wilsdruff nichts zu lachen. Eine Laster- und Autolawine rollt durch ihre kleinen Dörfer. Die Folge sind Verkehrslärm und Abgase. Auf den Staatsstraßen S 36, S 195 und S 196 gilt in Teilen der Landkreise Mittelsachsen, Meißen sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge künftig eine Gewichtsbegrenzung von 7,5 Tonnen. Die Maßnahme ist als zweijähriger Verkehrsversuch angelegt und soll Orte entlang der als Ausweichrouten zur A 4 genutzten Strecken zwischen Siebenlehn und Wilsdruff entlasten. Das teilte der Freistaat Sachsen mit. Umgesetzt wird das Vorhaben gemeinsam mit den betroffenen Landkreisen und der Autobahn GmbH.

Die dafür nötige Allgemeinverfügung sowie verkehrsrechtliche Anordnungen seien von den zuständigen Verkehrsbehörden erlassen worden. Die Straßenmeistereien der Landkreise sollen die Beschilderung „in den kommenden Tagen“ aufstellen; spätestens Ende April sollen die Schilder stehen. Zusätzlich sollen die Beschränkungen im Baustelleninformationssystem des Freistaates veröffentlicht und darüber in gängige Navigationssysteme eingespeist werden.

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Ziel des Versuchs ist es, den Durchgangs- und insbesondere den Schwerverkehr aus kleinen Ortschaften entlang der Ausweichstrecken herauszuhalten. Damit sollen Lärm und Abgase sinken und die Verkehrssicherheit in den Ortslagen steigen – etwa auf Schulwegen, an Haltestellen oder auf engen Straßenabschnitten. Auch Bauwerke und Straßen sollen vor weiterer Belastung geschützt werden; bei einzelnen Brücken seien laut Mitteilung bereits kritische Zustände erreicht, die eine Tonnagebegrenzung erforderlich machten.

Der Verkehrsversuch wird wissenschaftlich begleitet. Untersucht werden sollen unter anderem Auswirkungen auf Verkehrsaufkommen, Verkehrssicherheit und die Akzeptanz bei Verkehrsteilnehmern und Anwohnern. Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für ein dauerhaftes Konzept liefern, wie mit Ausweichverkehr in der Region umzugehen ist.

Eine vorab durchgeführte Untersuchung habe den Zustand der betroffenen Straßen erfasst und Defizite bei der Verkehrssicherheit festgestellt. Das Ergebnis: Die S 36, S 195 und S 196 seien unter den gegebenen Bedingungen nicht dafür geeignet, zusätzlichen Ausweichverkehr aufzunehmen. Wirksam sei derzeit vor allem eine abgestimmte Tonnagebeschränkung im betroffenen Netz. Nach Angaben aus der Mitteilung sollen zur Vermeidung von Ausweichbewegungen auch betroffene Kreisstraßen in die Durchfahrtsbeschränkungen einbezogen werden.

Damit die Regelung greift, sollen Verkehrsteilnehmer außerdem bereits auf den Autobahnen A 4 und A 14 an den betroffenen Anschlussstellen auf die Beschränkungen hingewiesen werden. Eine mögliche Ausweitung in Wilsdruff sowie im Bereich der S 177 in Meißen (Plossen) werde derzeit noch geprüft.

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