Sanierung am Nebengebäude der Pestalozzi-Oberschule beginnt
In diesen Tagen beginne die lang erwartete Sanierung des Nebengebäudes an der Pestalozzi-Oberschule in Meißen, wie die Stadt mitteilte. Oberbürgermeister Markus Renner und Bürgermeister Sebastian Schöne besprachen das Vorhaben am Dienstag vor Ort gemeinsam mit Schulleiter André Pohlenz. Es war einer der ersten Termine des neuen Bürgermeisters, in dessen Zuständigkeit künftig auch die Schulen fallen sollen.
Hoher Sanierungsbedarf
Das 1955 errichtete Gebäude beherberge die Ausgabeküche mit Speiseraum, Räume für Ganztagsangebote sowie die Sozialbetreuung. Bisherige Modernisierungen hätten sich auf eine WC-Anlage beschränkt, während die GTA-Räume in Eigeninitiative und ohne Fördermittel hergerichtet worden seien. Der Raum für die Essenversorgung sei für die dreizügige Schule inzwischen zu klein. Mit der Sanierung solle das Nebengebäude im Bestand erneuert, die Raumaufteilung umgebaut und der Speiseraum durch einen Anbau vergrößert werden. Zusätzlich seien ein Mehrzweckraum und bessere Bedingungen für die Ausgabeküche geplant. Zwei neue Anbauten auf der Rückseite des Hauses sollen entstehen: ein südlicher Anbau für Ganztagsangebote, Schulveranstaltungen und als Erweiterung des Speiseraums sowie ein weiterer Anbau auf der Seite zum Spielfeld mit moderner Ausgabeküche.
Auch technisch soll das Gebäude auf einen neuen Stand gebracht werden. Vorgesehen seien eine neue Bauwerksabdichtung für Kellerwände und Sockelbereiche, erneuerte Fußbodenaufbauten sowie die Sanierung von Dachstuhl und Dacheindeckung.
Aktuell noch im Dornröschenschlaf wird das Gebäude bis 2027 in völlig neuem Glanz erstrahlen.
Photovoltaikanlage geplant
Auf den Flachdächern der Anbauten sei zudem eine Photovoltaikanlage geplant. Mehr Nachhaltigkeit versprächen außerdem die Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung, eine Fußbodenheizung im nicht unterkellerten Bereich und ein Wärmedämmverbundsystem für die Fassade. Zugänge zu Eingangsbereich und Keller würden neu gestaltet, auf den Tiefkeller solle künftig verzichtet werden.
Finanziert werde das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus Steuermitteln des Freistaates Sachsen. Es werde mit 75 Prozent der Kosten bezuschusst. Der Gesamtfinanzierungsbedarf liege bei 2,95 Millionen Euro.
Die Baustelleneinrichtung steht seit dem 30. April 2026, der Baubeginn sei für den 18. Mai vorgesehen. Die neuen Anbauten sollten bis Jahresende 2026 stehen, die gesamte Maßnahme solle bis zum 6. August 2027 abgeschlossen sein.