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Sächsische Drei(Ein)faltigkeit

Sächsische Drei(Ein)faltigkeit
Das ist ein Hinweisschild links vom Eingang... Foto: Kurt Torsten Kühn
Glosse: Unserem Autor Kurt Torsten Kühn ist im Dresdner Stadtbild etwas aufgefallen. Das animierte ihn zum Verfassen einer Glosse.

Vor der Außenstelle des Sächsisches Staatsministerium der Justiz in Dresden erlebt der Besucher eine kleine Lektion in staatlicher Mitteilungskunst. Am Eingang hängen gleich drei identische Schilder. Sie verkünden, dass der barrierefreie Zugang über die Melanchthonstraße zum Hintereingang von Haus 20 führt.

Ein Schild wäre eine Information. Zwei Schilder wären ein Hinweis. Drei Schilder hingegen vermitteln vor allem eines: Gewissheit. Wer den Hinweis beim ersten Mal übersieht, bekommt eine zweite – und vorsorglich noch eine dritte Chance.


...und das gleiche noch zweimal rechts vom Eingang.

Vielleicht folgt diese Beschilderung einer höheren Ordnung. Der Weg führt schließlich über die Melanchthonstraße. Im Evangelium nach Matthäus heißt es doch: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Und das, obwohl man sich im Umgang mit Behörden bisweilen gottverlassen fühlt.

Text: Kurt Torsten Kühn