An Sachsens Schulen ist der planmäßige Unterrichtsausfall im ersten Schulhalbjahr 2025/26 um 10,8 Prozent zurückgegangen. Das teilte Kultusminister Conrad Clemens am Dienstag mit. Sachsenweit fielen 3,3 Prozent der Unterrichtsstunden planmäßig aus – im Vorjahreszeitraum waren es noch 3,7 Prozent. Clemens sprach von einer positiven Trendwende: Zum ersten Mal seit zehn Jahren sinke der Unterrichtsausfall. „Die Richtung stimmt. Wir sind noch nicht am Ziel, aber die Maßnahmen der letzten Jahre wirken", so der Minister.
Die deutlichste Verbesserung verzeichneten die Oberschulen, wo der planmäßige Ausfall von 8 auf 5,9 Prozent sank – ein Rückgang von 26,3 Prozent. Auch an Gymnasien verbesserte sich die Situation leicht, von 1,7 auf 1,5 Prozent. An Förderschulen ging der Ausfall von 8,3 auf 7,9 Prozent zurück. Damit zeigt sich die positive Entwicklung quer durch verschiedene Schulformen.
Nicht überall verlief die Entwicklung jedoch positiv. An Grundschulen stieg der planmäßige Unterrichtsausfall von 0,9 auf 1,4 Prozent, an Beruflichen Schulzentren von 1,5 auf 1,8 Prozent. Diese Schulformen bleiben damit ein Bereich, in dem weiterer Handlungsbedarf besteht.