Riesa muss Kitas schließen. Hintergrund sind sinkende Geburtenzahlen im Kreis Meißen und in ganz Sachsen, die in vielen Kommunen zu spürbaren Überkapazitäten bei Betreuungsplätzen führen. Auch in der Elbestadt zeigt sich die Entwicklung deutlich: ein Teil der Plätze nicht mehr benötigt. Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Um auf diese Lage zu reagieren, hat die Arbeitsgruppe Kindertagesstätten (AG Kita) in den vergangenen Monaten Perspektiven und Struktur der Riesaer Einrichtungen überprüft. Nach Angaben aus dem Verfahren waren erhebliche Überkapazitäten vorhanden, sodass alle Standorte auf ihre Zukunftsfähigkeit hin bewertet werden mussten. Ziel war es, ein nachvollziehbares Vorgehen zu entwickeln, das die Versorgung weiterhin absichert und zugleich die vorhandenen Ressourcen anpasst.
Die AG Kita ist politisch breit besetzt: Jede der sechs Fraktionen im Riesaer Stadtrat entsendet eine Vertreterin oder einen Vertreter. Hinzu kommen zuständige Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung. An der Spitze steht Kerstin Köhler, Bürgermeisterin für Finanzen, Bildung, Service und Ordnung. Nach intensiven Beratungen und einem differenzierten Auswahlprozess verständigte sich die Arbeitsgruppe übereinstimmend auf ein zweistufiges Vorgehen.