Kurz vor den Sommerferien hat eine Nachricht viele Menschen in Riesa und den umliegenden Gemeinden aufgeschreckt. Nach einem Entwurf des Sächsischen Kultusministeriums soll das Berufliche Gymnasium zum Schuljahr 2027/28 geschlossen werden. Die Entscheidung darüber fällt im November. Dagegen wollen sich Riesaer Bürger und Lehrkräfte jetzt wehren. Sie starteten eine Petition an den sächsischen Landtag.
Das Berufliche Gymnasium ist für zahlreiche Jugendliche aus Riesa, Stauchitz, Gröditz, Strehla und den umliegenden Orten ein wichtiger Bildungsweg. Jedes Jahr entscheiden sich viele bewusst für den Standort, weil er ein wohnortnahes Abitur, individuelle Förderung und eine Perspektive in der Region bietet. Mit der geplanten Schließung entfiele dieser Weg vollständig. Die Lehrkräfte warnen vor „weitreichenden Folgen“: längere Schulwege, eingeschränkte Bildungsangebote und ein geschwächter Bildungsstandort Riesa.
Die Petition, die nun gestartet wurde, soll ein deutliches Signal an den Landtag senden. Die Initiatoren betonen, dass die Region auf ein breites Bildungsangebot angewiesen sei, um jungen Menschen Chancen zu eröffnen und sie langfristig zu halten. „Wer Zukunft gestalten will, muss in Bildung investieren – nicht sie einschränken“, heißt es in der Mitteilung.