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Riesa beteiligt sich an Aktionstag „Kommunen am Limit“

Riesa beteiligt sich an Aktionstag „Kommunen am Limit“
Die Stadt Riesa beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ und macht auf die schwierige Finanzlage der Städte und Gemeinden aufmerksam. Oberbürgermeister Marco Müller sieht vor allem freiwillige Angebote wie Freibäder, Bibliotheken und kulturelle Einrichtungen gefährdet. Foto: Facebook Marco Müller
Von: Meißen News
Die Stadt Riesa beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ und macht auf die schwierige Finanzlage der Städte und Gemeinden aufmerksam. Oberbürgermeister Marco Müller sieht vor allem freiwillige Angebote wie Freibäder, Bibliotheken und kulturelle Einrichtungen gefährdet.

Die Stadt Riesa hat sich am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ beteiligt und auf die zunehmenden finanziellen Belastungen der Städte und Gemeinden hingewiesen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. In einem Videobeitrag auf den Social-Media-Kanälen der Stadt machte Oberbürgermeister Marco Müller auf die angespannte Haushaltslage aufmerksam. Die finanzielle Situation bedrohe zunehmend die Handlungsfähigkeit der Kommunen und stelle insbesondere freiwillige Leistungen infrage.

Als Beispiele nannte Müller das Freibad Riesa-Weida, dessen Betrieb die Stadt jährlich mit einem mittleren sechsstelligen Betrag unterstützt. Auch das Haus am Poppitzer Platz mit dem Stadtmuseum und den Riesaer Bibliotheken sowie der Tierpark Riesa könnten nur durch erhebliche Zuschüsse der Stadt betrieben werden. Nach Angaben der Stadt fließen jährlich mehr als eine Million Euro an kommunalen Mitteln in diese Einrichtungen.

„Das alles wollen wir uns als Bürgergesellschaft weiterhin leisten können“, betonte der Oberbürgermeister. Gleichzeitig verwies er auf ein Problem, das nach seiner Einschätzung nahezu alle Kommunen in Deutschland betrifft: Die Kosten und Anforderungen steigen kontinuierlich, während die Steuereinnahmen nicht im gleichen Umfang wachsen.

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Hinzu komme, dass Bund und Länder den Kommunen immer wieder neue Aufgaben übertragen, ohne diese vollständig zu finanzieren. Dadurch verschärfe sich die finanzielle Lage vieler Städte und Gemeinden zusätzlich. Müller fordert deshalb eine konsequente Umsetzung des Grundsatzes „Wer bestellt, bezahlt auch“. Neue Aufgaben dürften den Kommunen nur übertragen werden, wenn gleichzeitig ein vollständiger finanzieller Ausgleich durch Bund oder Länder gewährleistet werde.

Mit seiner Forderung steht der Riesaer Oberbürgermeister nicht allein. Auch zahlreiche Kommunen sowie die kommunalen Spitzenverbände drängen auf eine Reform der Finanzierungsstrukturen. Unterstützung kommt zudem aus dem Landkreis Meißen. Landrat Ralf Hänsel hatte sich in einer Mitteilung ebenfalls für eine auskömmliche Finanzierung kommunaler Aufgaben ausgesprochen.

Der Aktionstag „Kommunen am Limit“ soll bundesweit auf die schwierige Lage der Städte, Gemeinden und Landkreise aufmerksam machen. Die Beteiligten fordern von Bund und Ländern konkrete Maßnahmen, damit Kommunen auch künftig ihre Aufgaben erfüllen und wichtige Angebote für die Bürgerinnen und Bürger erhalten können.

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