Kürzlich gab es einen Stromausfall im sächsischen Landtag. In Berlin hatten Zehntausende über mehrere Tage hinweg keinen Strom und keine Heizung. Angesichts wachsender Bedrohungen für die kritische Infrastruktur durch Sabotage, Spionage und hybride Angriffe hat der Dresdner Stadtrat Steffen Große (Team Zastrow) ein Konzept für ein landesweites Sachsen-Resilienz-Netz vorgelegt. Mit dem Vorhaben will er eine zivile Sicherheitsreserve aus bis zu 20.000 freiwilligen Infrastruktur-Paten (ca. 0,5 % der Bevölkerung) schaffen und damit eine Schutzlücke schließen, die Polizei und Versorger in der Fläche nicht abdecken können. Das teilte Steffen Große Meißen News mit.
Sein Konzept stellte er in dieser Woche dem Staatssekretär im Innenministerium Ulf Bandiko und kurz zuvor dem Versorger Sachsen-Energie vor. Zudem schickt er das Papier dem THW und dem Radebeuler OB Bert Wendsche als Chef des Sächsischen Städte- und Gemeindetages. Die Reaktionen waren eher zurückhaltend. Insbesondere OB Wendsche bleibt skeptisch, weil er damit neue Kosten auf die Kommunen zukommen sieht.
