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E-Mobilität gewinnt im Kreis Meißen an Fahrt

Foto: Eine kleine Personenfähre mit der Beschriftung "Elbnixe" liegt in einem Fluss an einem Anleger
Die neue Elektro-Elbfähre „Elbnixe“ ist jetzt zwischen Strehla und Lorenzkirch im Einsatz. Foto: VGM
Von: Bürgerjournalismus in Sachsen
Leise Fähren, emissionsfreie Busse und neue Ladeinfrastruktur: Der Landkreis Meißen treibt die Elektromobilität voran. Beim Energienetzwerktreffen in Niederlommatzsch wurden Projekte vorgestellt.

Schäfchenwolken ziehen über das Elbtal, der Wind bewegt das Gras an der Böschung zum Fluss. Unweit der Hebelei, die an diesem Wochenende ihr 30‑jähriges Bestehen feiert, quert die Elektrofähre „Klarisse“ ruhig die Elbe von Diesbar nach Niederlommatzsch. Sie ist eine von vier neuen Elektrofähren im Landkreis Meißen. Wo früher Dieselgeruch und Motorenlärm dominierten, sorgt heute ein leiser, emissionsfreier Antrieb für eine entspannte Überfahrt. Ein Solardach unterstützt die Stromversorgung. Statt ursprünglich 25 können nun bis zu 50 Personen inklusive Fahrrädern befördert werden – ein Vorteil insbesondere für die zahlreichen Radreisenden entlang der Elbe.

Im Zeichen dieser Entwicklung hatte der Landkreis Meißen gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Meißen mbH (VGM) dieser Tage zum Energienetzwerktreffen des Landkreises in die „Elbklause“ nach Niederlommatzsch eingeladen. Rund 40 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und Hochschulen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Elektromobilität im öffentlichen Personennahverkehr des Landkreises.

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Neben der Fähre „Klarisse“, die zwischen Diesbar und Niederlommatzsch verkehrt, ist seit dem 1. Mai 2026 auch die Elektrofähre „Elbnixe“ auf der Strecke Strehla–Lorenzkirch im Einsatz. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Umbauarbeiten an den Anlegestellen für zwei weitere Elektrofähren in Riesa und Kötitz derzeit laufen.

Die VGM ist in diesem Frühjahr mit vier Elektrofähren und sechs Elektro‑Kleinbussen in den E‑Mobilitätsbetrieb gestartet. Nach einführenden Worten des Landrats stellte Jens Dehnert, Geschäftsführer der VGM, das kurz- und mittelfristige Konzept zur Einführung der Elektromobilität im Landkreis vor. Demnach sollen ab 2027 auch Elektrobusse in Riesa zum Einsatz kommen. Auf dem dortigen Betriebshof ist der Aufbau der ersten größeren Ladeinfrastruktur im Kreis geplant. Weitere Fachvorträge befassten sich mit den Anforderungen an Ladeinfrastruktur sowie mit Wartung und Betrieb von Elektrobussen.

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Elektrobusse gelten als lokal emissionsfrei, leise und energieeffizient. Trotz höherer Anschaffungskosten wird ihr Betrieb langfristig als wirtschaftlich eingeschätzt. In einer Pause konnten sich die Teilnehmenden selbst ein Bild von der neuen Technik machen: Ein Elektro‑Kleinbus des Herstellers Altas, Typ Novus City V7, stand zur Besichtigung bereit und übernahm den Shuttleverkehr zwischen dem Busbahnhof Meißen und Niederlommatzsch. Ein Fahrer berichtete, sowohl Fahrgäste als auch das Fahrpersonal seien mit den neuen Bussen bislang sehr zufrieden.


Veranstaltungshinweis: Informationsveranstaltung VGM / Energienetzwerk Landkreis Meißen (Link) 




Dieser Artikel ist im Rahmen des Projekts "Bürger machen Journalismus" entstanden.
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