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Radebeul will Sportvereinen einheitlichen Eigenanteil von 16,5 Prozent auferlegen

Radebeul will Sportvereinen einheitlichen Eigenanteil von 16,5 Prozent auferlegen
Miete wird etwas teurer: Blick ins Lößnitzstadion. Foto: Ulf Mallek
Von: Meißen News
Ab 2027 sollen Radebeuler Vereine für Hallen und Stadien denselben Kostenanteil tragen. Die Sonderregel fürs Weinbergstadion bleibt. Der Stadtrat entscheidet am 16. September.

Radebeuls Sportvereine sollen ab dem Haushaltsjahr 2027 einen einheitlichen Eigenanteil von 16,5 Prozent der vollkostendeckenden Entgelte für die Nutzung der Sportstätten der Stadtbäder- und Freizeitanlagen GmbH (SBF GmbH) zahlen. Das sieht eine Beschlussvorlage vor, über die der Stadtrat am 16. September öffentlich entscheidet. Federführend ist Zweiter Bürgermeister Silvio Kockentiedt.

Bislang tragen die Vereine je nach Anlage unterschiedliche Anteile: Schwimmhalle 16,30 Prozent, Elbhalle 17,03 Prozent, Lößnitzstadion 15,99 Prozent, Lößnitzsporthalle (je Hallendrittel) 15,10 Prozent, Fitnessfläche Krokofit 16,66 Prozent, Badmintonfläche Krokofit 17,69 Prozent und Weinbergstadion 13,30 Prozent. Der vorgeschlagene Satz von 16,5 Prozent entspricht dem gerundeten Durchschnitt dieser Werte.

Unberührt bleibt die Sonderregelung fürs Weinbergstadion. Der Radebeuler BC zahlt demnach 25 Prozent des Mietzinses, der im Lößnitzstadion fällig wäre, übernimmt aber Betriebs- und Nebenkosten sowie Reinigung, Winterdienst, Verkehrssicherung und Kleinstreparaturen bis 75 Euro in Eigenleistung. Diese Praxis soll fortgeführt werden.

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Hintergrund ist ein Stadtratsbeschluss zur Förderung der Vereine bei der Nutzung der SBF-Anlagen. Das neue Verfahren sei etabliert und werde gut angenommen, ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand für die Vereine, heißt es in der Begründung. Nach der Übergangsphase soll die Eigenbeteiligung vereinheitlicht werden. Der Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss hat die Vorlage am 23. Juni einstimmig (12:0:0) zur Annahme empfohlen. Nach einem Stadtratsbeschluss soll der neue Eigenanteil am Sportstammtisch am 28. September vorgestellt werden. Im Ergebnishaushalt ist unter Sportförderung ein Betrag von 820.000 Euro ausgewiesen.

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