Radebeul verzichtet auch in diesem Jahr im Mai auf das Rasenmähen auf ausgewählten Grünflächen. Ziel der Maßnahme ist es, Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge zu fördern. Das teilte das Sachgebiet Stadtgrün mit.
Bereits seit 2024 werde auf geeigneten städtischen Flächen bis einschließlich Mai keine Rasenmahd durchgeführt. Durch das längere Stehenlassen des Grases können sich Pflanzen ungestört entwickeln, wodurch sich die Menge an Nektar deutlich erhöht. Gerade im Mai, wenn viele Insekten auf Nahrung angewiesen sind, entstehe so ein wichtiger Lebensraum.
Die Aktion ist Teil des internationalen Konzepts „No Mow May“, das seinen Ursprung in Großbritannien hat. Neben dem Nutzen für Insekten sieht die Stadt weitere positive Effekte. Längeres Gras beschattet den Boden, wodurch weniger Feuchtigkeit verdunstet. Das verbessere die Wasserspeicherung und sorge für ein kühleres Mikroklima auf den Grünflächen.
Nach Ablauf des Monats Mai soll der Rasen jedoch nicht sofort auf die übliche Länge geschnitten werden. Empfohlen wird, zunächst etwa ein Drittel der Graslänge zu mähen. Dieser Vorgang sollte nach einigen Tagen wiederholt werden, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. So können sich Pflanzen und Boden schrittweise an die Veränderung anpassen.