Mit dem Konzerttitel „Tacheles“ beteiligt sich die Elbland Philharmonie Sachsen am Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026. Noch am Sonnabend und am Sonntag stehen jüdisch geprägte Klangwelten im Mittelpunkt zweier Konzerte in Riesa und Meißen. Das teilte die Elbland Philharmonie Sachsen mit.
Aufgeführt werden Werke europäischer Komponisten, die sich auf unterschiedliche Weise mit jüdischer Musik, Tradition und Identität auseinandersetzen. Den Auftakt bildet Sergei Prokofjews „Ouvertüre über hebräische Themen“, die folkloristische Motive mit kraftvollen Orchesterfarben verbindet. Es folgt Maurice Ravels Zyklus „Deux Mélodies hébraïques“, zwei auf jüdischen Gesängen basierende Lieder mit meditativer, spiritueller Anmutung.
Einen weiteren Programmschwerpunkt setzt Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 3 a-Moll („Schottische“). Das Werk stammt von einem der bedeutendsten Komponisten jüdischer Herkunft des 19. Jahrhunderts und zählt zu den großen sinfonischen Arbeiten der Romantik. Ergänzt wird das Programm durch Richard Wagners „Wesendonck-Lieder“ in einer Orchesterfassung von Andreas Tarkmann. Den Solopart übernimmt die Mezzosopranistin Alicja Bukowska. Mit dem Konzert möchte das Orchester ein Zeichen der Erinnerung, der Begegnung und der kulturellen Vielfalt setzen.