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Radebeul: Der neuer Wettlauf zum Mond

Radebeul: Der neuer Wettlauf zum Mond
Der März-Vollmond, auch Wurmmond genannt, am Abend des 2. März bei Dresden-Langebrück. Dieser Vollmond gilt als symbolischer Vorbote für den nahenden Frühlingsbeginn. Foto: Ulf Mallek
Von: Meißen News
Ein Experte erklärt in der Sternwarte Radebeul, warum der Mond wieder im Fokus steht, welche Nationen antreten und ob auch Europa dabei eine Rolle spielt.

Es dauert alles länger als zuvor geplant. Mehrfach verschoben, aber noch in diesem Frühjahr, wenn alles klappt, bereits Anfang April, will die Nasa mit dem Orionraumschiff, einer Astronautin und drei Astronauten an Bord, den Mond umrunden. Doch statt der geplanten Mondlandung mit der Mission Artemis III wird es zunächst Tests in der Erdumlaufbahn geben. Und erst mit Artemis IV im Jahr 2028 sollen wieder Menschen den Mond betreten. Aber auch China bereitet sich auf eine Mondlandung vor.

Am  7. April 2026, um 19.30 Uhr steht der Wettlauf zum Mond im Mittelpunkt eines öffentlichen Vortrags von Dipl.-Ing. Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Der Erdtrabant liegt, wie Schmid es beschreibt, im „Vorgarten des Universums“ und ist mit geeigneten Raketen und Raumschiffen innerhalb weniger Tage erreichbar. Ausgangspunkt ist ein historischer Bezug: Mit Apollo 11 und dem Satz Neil Armstrongs – „ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Schritt für die Menschheit“ – prägte die Mondlandung im Juli 1969 das Bild der Raumfahrt. Mehr als 50 Jahre später rückt der Mond erneut in den Fokus der großen Raumfahrtnationen. In den vergangenen Jahren haben unter anderem Indien und China automatische Sonden und Rover erfolgreich auf der Mondoberfläche abgesetzt; teils gelang auch die Rückführung von Mondgestein zur Erde.Im Vortrag geht es damit nicht nur um einzelne Landungen, sondern um die Frage, was der Mond langfristig „zu bieten“ hat – wissenschaftlich, technologisch und perspektivisch auch wirtschaftlich.

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Schmid nimmt zudem die geopolitische Dimension in den Blick: Welche Staaten spielen beim neuen Wettlauf mit, wie steht es um internationale Kooperation, und welche Pläne verfolgen Europa und Deutschland? Ein weiterer Schwerpunkt sind kommerzielle Firmen, deren Dienste und Systeme zunehmend Teil staatlicher Programme werden. Abschließend thematisiert der Vortrag technische Herausforderungen und Risiken – von Landung und Energieversorgung bis zu Betrieb und Sicherheit auf der Mondoberfläche. Schmid ist Senior-Berater und Referent für Raumfahrt/Luftfahrt beim DLR.

Der neue Wettlauf zum Mond, Vortrag am 7. April 2026, 19.30 Uhr, Sternwarte Radebeul: Der Eintritt kostet 8,00 Euro; ermäßigt zahlen Kinder, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende sowie Schwerbeschädigte 5,00 Euro.

  • Volkssternwarte "Adolph Diesterweg"
  • Auf den Ebenbergen 10a
  • 01445 Radebeul
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