Es dauert alles länger als zuvor geplant. Mehrfach verschoben, aber noch in diesem Frühjahr, wenn alles klappt, bereits Anfang April, will die Nasa mit dem Orionraumschiff, einer Astronautin und drei Astronauten an Bord, den Mond umrunden. Doch statt der geplanten Mondlandung mit der Mission Artemis III wird es zunächst Tests in der Erdumlaufbahn geben. Und erst mit Artemis IV im Jahr 2028 sollen wieder Menschen den Mond betreten. Aber auch China bereitet sich auf eine Mondlandung vor.
Am 7. April 2026, um 19.30 Uhr steht der Wettlauf zum Mond im Mittelpunkt eines öffentlichen Vortrags von Dipl.-Ing. Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Der Erdtrabant liegt, wie Schmid es beschreibt, im „Vorgarten des Universums“ und ist mit geeigneten Raketen und Raumschiffen innerhalb weniger Tage erreichbar. Ausgangspunkt ist ein historischer Bezug: Mit Apollo 11 und dem Satz Neil Armstrongs – „ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Schritt für die Menschheit“ – prägte die Mondlandung im Juli 1969 das Bild der Raumfahrt. Mehr als 50 Jahre später rückt der Mond erneut in den Fokus der großen Raumfahrtnationen. In den vergangenen Jahren haben unter anderem Indien und China automatische Sonden und Rover erfolgreich auf der Mondoberfläche abgesetzt; teils gelang auch die Rückführung von Mondgestein zur Erde.Im Vortrag geht es damit nicht nur um einzelne Landungen, sondern um die Frage, was der Mond langfristig „zu bieten“ hat – wissenschaftlich, technologisch und perspektivisch auch wirtschaftlich.