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Pro Bahn kritisiert anhaltende Zugausfälle beim Trilex

Pro Bahn kritisiert anhaltende Zugausfälle beim Trilex
Der Triller hat Probleme. Foto: Trilex
Von: Meißen News
Zugausfälle, kurze Züge, volle Abteile: Beim Trilex spitzt sich die Lage weiter zu. Der Fahrgastverband fordert schnelle Übergangslösungen.

Anhaltende Fahrzeugengpässe sorgen beim Trilex in Ostsachsen weiterhin für Probleme im Regionalverkehr. Auf wichtigen Verbindungen zwischen Dresden, Bischofswerda, Görlitz und Zittau kommt es regelmäßig zu kurzfristigen Zugausfällen, verkürzten Zugverbänden und stark überfüllten Zügen. Darauf hat der Fahrgastverband Pro Bahn aufmerksam gemacht. Betroffen seien vor allem Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Reisende im grenzüberschreitenden Verkehr, teilte der Verband mit.

„Viele Fahrgäste erleben derzeit täglich, wie schwierig und unzuverlässig Bahnfahren in der Region geworden ist“, erklärte Ingo Koschenz, Sprecher der Pro‑Bahn‑Regionalgruppe Ostsachsen. Gerade zu den Hauptverkehrszeiten sei die Belastung besonders groß. Überfüllte Züge führten nicht nur zu Komforteinbußen, sondern erschwerten auch die Fahrradmitnahme und sorgten bei vielen Reisenden für zusätzlichen Stress.

Nach Angaben des Betreibers sind mehrere Fahrzeuge gleichzeitig wegen Fristarbeiten und technischer Schäden nicht einsatzfähig. Dadurch fehle es an ausreichend Reservefahrzeugen, um den Fahrplan stabil abzusichern. Pro Bahn begrüßt zwar, dass der Betreiber offen über die Probleme informiert, fordert aber zugleich konkrete und kurzfristige Maßnahmen. „Die Fahrgäste erwarten zu Recht, dass sich die Situation schnell verbessert“, so Koschenz.

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Aus Sicht des Fahrgastverbands braucht es vor allem zusätzliche Fahrzeugkapazitäten. Michael Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender von Pro Bahn und Referent für die Region Dresden, spricht sich für pragmatische Übergangslösungen aus. Kurzfristig verfügbare Ersatzfahrzeuge sollten angemietet werden, auch ältere Fahrzeuge oder lokbespannte Doppelstockzüge mit Diesellokomotiven kämen dafür infrage. Entscheidend sei, dass genügend Platz angeboten werde und Züge verlässlich fahren.

Darüber hinaus fordert Pro Bahn einen klar definierten Notfahrplan, solange nicht genügend Fahrzeuge bereitstehen. Ein eingeschränkter, aber stabiler Betrieb sei für Fahrgäste besser planbar als ständig wechselnde Ausfälle und kurzfristige Änderungen. Vor allem Menschen, die täglich auf die Bahn angewiesen sind, benötigten Verlässlichkeit.

Langfristig sieht der Fahrgastverband strukturellen Handlungsbedarf. Die Fahrzeugreserve im regionalen Bahnverkehr müsse robuster aufgestellt werden. Zudem sei für eine nachhaltige Verkehrswende ein Ausbau der Infrastruktur unverzichtbar. Koschenz verwies in diesem Zusammenhang auf die dringend notwendige Elektrifizierung der Strecke Dresden–Görlitz, um höhere Kapazitäten und auch Fernverkehr zu ermöglichen. Politische Ankündigungen gebe es viele, konkrete Schritte bislang jedoch kaum.

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