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Stadtwerke und Feralpi nutzen mehr Abwärme in Riesa

Stadtwerke  und Feralpi nutzen mehr Abwärme in Riesa
Symbolbild Wärmepumpe. Foto: pixabay IntelligentVisualDesing
Von: Meißen News
Riesa setzt stärker auf industrielle Abwärme. Ein neues Projekt soll die Fernwärme deutlich umstellen.

Abwärme sinnvoll nutzen. Die Stadtwerke Riesa GmbH und Feralpi bauen ihre Partnerschaft für die Energieerzeugung aus Abwärme aus. Das teilte die Stadtwerke Riesa GmbH am 11. Mai mit. Ziel sei eine klimafreundlichere Fernwärmeversorgung in Riesa und damit ein weiterer Schritt für die Wärmewende in der Region.

Nach Angaben von Geschäftsführer René Röthig mache vor allem die erwartete siebenstellige Förderung das zweite gemeinsame Abwärmeprojekt möglich. Die seit mehr als zehn Jahren gesammelten Erfahrungen aus dem ersten Vorhaben hätten die Entscheidung für die erneute Investition erleichtert. In Riesa arbeiteten Stadtwerke und Industrie erneut gemeinsam zum Vorteil des Wohn- und Industriestandorts, sagte Röthig.

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) will SWR die Fernwärmenetze weiter modernisieren. Für den Netzverbund „Duale Hochschule Sachsen/Kraftwerk Elbufer“, der große Teile des Stadtzentrums versorgt, werde ein Transformationsplan erstellt. Die Planung für das Wärmepumpenprojekt sei bis April 2026 abgeschlossen worden. Ein zentraler Baustein sei die Nutzung industrieller Abwärme aus dem Produktionsprozess von Ferlapi Stahl.

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Künftig solle der Energiegehalt des Kühlwassers aus dem Kühlturm per Wärmepumpe auf ein für die Fernwärme geeignetes Temperaturniveau gebracht werden. Die Anlage solle zunächst rund vier Megawatt thermische Leistung liefern und später erweiterbar sein. Damit könnten je nach Dämmstandard bis zu 800 Eigenheime versorgt werden, ohne zusätzliche fossile Energieträger einzusetzen.

Spätestens bis 2030 solle die Wärmepumpe einen Großteil der Wärmeerzeugung im Netz übernehmen. Geplant sei außerdem ein Zusammenschluss der Netze Elbufer und Bebelstraße. Parallel würden Leitungen vorbereitet und das Heizkraftwerk Elbufer modernisiert. Es solle weiter Lastspitzen abdecken und bei geplanten oder ungeplanten Betriebsstillständen des Stahlwerks die Versorgung sichern. Feralpi-Manager Uwe Reinecke sagte, die Nutzung industrieller Abwärme steigere die Energieeffizienz und leiste einen Beitrag zu einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Wärmeversorgung.

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