Die Amtschefs der B-Länder-Kultusministerien haben am Donnerstag den ökologischen Weinberg der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) in Meißen besucht. Das teilte die Stiftung mit. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein Projekt, das ökologischen Weinbau, Umweltbildung und Artenschutz miteinander verbindet.
Der Weinberg unterhalb der Burg Meißen wurde 2006 von der LaNU erworben. Ziel war es, den ökologischen Weinbau in Sachsen zu stärken, Angebote der Umweltbildung auszubauen und den Naturschutz im Stadtgebiet zu fördern. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wurden 2012 die ersten Rebstöcke gepflanzt, zwei Jahre später folgte die erste Weinlese.
Bewirtschaftet wird der Weinberg von Schülerinnen und Schülern des Landesgymnasiums St. Afra mit Unterstützung der Stiftung Hoflößnitz. Die Trauben werden anschließend im Weingut der Stiftung in Radebeul verarbeitet.
Auf den Terrassen wachsen die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten Johanniter und Regent. Durch den reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln konnte sich auf dem Weinberg eine große Artenvielfalt entwickeln. Nach Untersuchungen der TU Bergakademie Freiberg wurden dort bislang 282 Tier- und 136 Pflanzenarten nachgewiesen.