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Nossen macht Schule klimafit: Umbau des Hofs startet

Nossen macht Schule klimafit: Umbau des Hofs startet
Modellprojekte zum klimaresilenten Bauen. Foto: SMIL
Von: Meißen News
Nossen erhält Landesförderung für einen grünen Schulhof. Was genau an der Oberschule entsteht, zeigt das Modellprojekt.

Der Freistaat Sachsen unterstützt vier Modellprojekte zum klimaresilienten Stadtumbau – darunter ein umfangreiches Vorhaben in Nossen. Das teilte das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) am Montag mit. Insgesamt stellt der Freistaat 948.000 Euro bereit, die Förderbescheide gehen in diesen Tagen über die Sächsische Aufbaubank an die Kommunen. Die Projekte sollen zeigen, wie Städte und Gemeinden auf Hitze, Starkregen und Trockenheit reagieren können.

Im Mittelpunkt steht in Nossen die Dr.-Eberle-Oberschule, deren nahezu vollständig versiegelter Schulhof grundlegend umgestaltet wird. Geplant sind großflächige Entsiegelungen, neue Bäume, Sonnensegel, Blütenhecken und weitere Elemente einer blau-grünen Infrastruktur. Ziel ist ein Schulhof, der sowohl Lern- als auch Erholungsraum bietet und das Mikroklima verbessert. Schülerinnen und Schüler sollen in Planung, Nutzung und Pflege aktiv eingebunden werden. Der Freistaat fördert das Projekt mit 250.000 Euro.

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Auch die drei weiteren Modellvorhaben setzen auf übertragbare Lösungen für andere Kommunen:

– Leipzig plant in der Steinstraße ein innovatives Niederschlagsmanagement, das Regenwasser direkt vor Ort versickern lässt.
– Ottendorf-Okrilla entwickelt für die neue Ortsmitte ein Schwammstadtkonzept, das Regenwasser, Grünflächen und Infrastruktur zusammen denkt.
– Dresden will den Vorplatz des Kulturpalastes mit modularer Begrünung, Verschattung und intelligenter Wassernutzung klimaresilient weiterentwickeln.
Die Auswahl erfolgte aus 24 eingereichten Projektskizzen mit einem Gesamtvolumen von rund 4,6 Millionen Euro. Ein Fachkreis aus Ministerien, Praxis und Forschung bewertete die Vorschläge nach fachlichen Kriterien. Die maximale Förderhöhe pro Projekt beträgt 250.000 Euro. Am 25. Juni werden die Modellvorhaben im Rahmen der Woche der Baukultur in Oschatz vorgestellt und mit Kommunen, Wissenschaft und Fachpraxis diskutiert. Die Ergebnisse sollen später als Praxisbeispiele dienen und in die Förderpraxis einfließen.
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