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Nach Shitstorm: Betreiberin der „Wanderrast“ in Rathen gibt Spenden zurück

Nach Shitstorm: Betreiberin der „Wanderrast“ in Rathen gibt Spenden zurück
Ein Bild aus besseren Tagen: TV-Köchin Verena Leister von ihrer Wanderrast. Foto: privat
Von: Meißen News
Nach einer Welle der Hilfsbereitschaft zieht TV-Köchin Verena Leister die Reißleine: Die Betreiberin der durch das Unwetter schwer beschädigten „Wanderrast“ am Amselsee in Rathen will rund 200.000 Euro Spendengelder an die Unterstützer zurückgeben.

Die Betreiberin der beim schweren Unwetter in der Sächsischen Schweiz stark beschädigten „Wanderrast“ am Amselsee bei Rathen will sämtliche nach der Katastrophe eingegangenen Spendengelder zurückgeben. Das teilte die Fernseh- und Eventköchin Verena Leister auf ihrem Instagram-Kanal mit. Nach ihren Angaben wurde die Spendenplattform bereits angewiesen, die Gelder an die Unterstützer zurückzuüberweisen.

Als Grund nannte Leister zahlreiche Anfeindungen und kritische Reaktionen, die nach ihrem Spendenaufruf in sozialen Netzwerken und anderen Kanälen auf sie eingeprasselt seien. Sie sprach von einer „extremen Welle von Shitstorm“ sowie von Unterstellungen, Gerüchten und Spekulationen. Das Ausmaß der persönlichen Angriffe sei „eine Nummer zu viel“ gewesen. Daher habe man sich entschieden, die Spenden nicht anzunehmen. Jeder einzelne Unterstützer solle sein Geld zurückerhalten.

Innerhalb von weniger als 24 Stunden waren nach Leisters Angaben rund 200.000 Euro für den Wiederaufbau der „Wanderrast“ und des zugehörigen Bootsverleihs zusammengekommen. Wegen der hohen Spendenbereitschaft wurde die Aktion vorzeitig beendet. Anschließend hatte Leister dazu aufgerufen, stattdessen weitere Hilfsmaßnahmen für den Kurort Rathen zu unterstützen.

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Zerstörung durch schweres Unwetter

Die „Wanderrast“ am Amselsee gehört zu den bekanntesten touristischen Einrichtungen im Rathener Amselgrund. Bei dem schweren Unwetter, das Ende Juli über die Region hinwegzog, wurden das Gebäude sowie knapp 30 Ruderboote durch umstürzende Bäume schwer beschädigt. Der Imbiss und der Bootsverleih bleiben vorerst geschlossen.

Das Unwetter hatte in Rathen und Teilen der Sächsischen Schweiz erhebliche Schäden verursacht. Nach Berichten aus der Region kamen dabei auch Menschen zu Schaden; zudem wurden zahlreiche Waldwege und touristische Einrichtungen betroffen.

Kritik an Höhe der Spendensumme

In den sozialen Netzwerken war nach dem raschen Erfolg der Spendenaktion eine Debatte über die Höhe der gesammelten Summe entstanden. Kritiker stellten unter anderem die Frage, ob der Betrieb ausreichend versichert sei und ob die eingeworbenen Mittel den tatsächlichen Schaden übersteigen könnten. Leister wies solche Vorwürfe zurück. Sie verwies darauf, dass nach einem früheren Unwetter allein die Ausbaggerung des Amselsees Kosten in ähnlicher Größenordnung verursacht habe.

In einer weiteren Stellungnahme erklärte die Betreiberin, der Wiederaufbau werde nun deutlich länger dauern. Man wolle zunächst mögliche staatliche Hilfen und andere Unterstützungsangebote abwarten. Was darüber hinaus benötigt werde, solle schrittweise aus eigenen Mitteln finanziert werden. Eine Wiedereröffnung von Imbiss und Bootsverleih zu Ostern 2027 sei unter diesen Umständen „realistisch betrachtet“ nicht zu schaffen.

Verena Leister ist in Sachsen unter anderem als Eventköchin bekannt und wurde durch Fernsehauftritte einem größeren Publikum bekannt. Nach der Unwetterkatastrophe war ihr Spendenaufruf bundesweit auf große Resonanz gestoßen. 

Der Wald in der Region um Rathen ist noch bis Ende August gesperrt.

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