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Mustang, Bison, Grizzly: Zoologe prüft Karl Mays Tierwelt

Bisonherde grast auf einer trockenen Hochebene, im Hintergrund bewaldete Hügel und schneebedeckte Berge
Bisons im Yellowstone-Nationalpark: Wie genau hat Karl May solche Tiere beschrieben? Foto: Jim Peaco, National Park Service, gemeinfrei
Im Karl-May-Museum in Radebeul nimmt ein Rostocker Zoologe die Tiere aus Karl Mays Nordamerika-Romanen unter die Lupe. Wo hat der Schriftsteller genau hingeschaut – und wo hat er nachgeholfen?

Radebeul. Mustangs, Bisons, Pumas und Grizzlys: In Karl Mays Nordamerika-Romanen sind Tiere mehr als Kulisse. Wie viel echte Biologie in ihnen steckt, darum geht es am Freitag, 23. Oktober, um 18 Uhr in einem Vortrag im Karl-May-Museum in Radebeul. In der Villa Nscho-tschi spricht Prof. Dr. Stefan Richter, Zoologe am Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock, über „Die Tierwelt Nordamerikas in den Büchern Karl Mays“. Präsentiert wird der Abend vom Förderverein Karl May Museum.

Laut Ankündigung des Museums sind Tiere bei Karl May „nicht bloß Hintergrund, sondern aktive Figuren, die Handlung, Atmosphäre und Moral prägen“. Mustangs stehen demnach für Freiheit und sind zugleich treue Gefährten der Helden, Begegnungen mit Bison, Puma oder Grizzly werden zur Prüfung für Mut und Haltung. Richter will die literarischen Tiergestalten mit ihrer realen Biologie vergleichen und zeigen, wo Karl May naturkundlich genau beobachtet und wo er die Tierwelt bewusst stilisiert hat, um seine Geschichten zu formen.

Der Vortrag gehört zur Vortragsreihe des Museums. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Das Museum liegt an der Karl-May-Straße 5. Auf dem Konsum-Kundenparkplatz an der Meißner Straße sind zehn Parkplätze für Museumsbesucher reserviert.