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Moritzburger "Diplomaten statt Granaten“-Schild jetzt auf Hiddensee

Moritzburger "Diplomaten statt Granaten“-Schild jetzt auf Hiddensee
Der Bürgermeister von Hiddensee Thomas Gens (l.) erhält für seinen Wahlkampf das Diplomaten-Schild von Torsten Küllig. Foto: privat
Von: Meißen News
Der Moritzburger Grundsteuerrebell Torsten Küllig unterstützt den Landtags-Wahlkampf des umstrittenen Bürgermeisters von Hiddensee Thomas Gens.

Das Friedensschild „Diplomaten statt Granaten“, das bereits im Dresdner Oberbürgermeisterwahlkampf als Symbol für Dialog und friedliche Konfliktlösung eingesetzt wurde, hat einen neuen Einsatzort gefunden. Am Dienstag übergab der Moritzburger Grundsteuerrebell Torsten Küllig das Schild an den Bürgermeister der Insel Hiddensee, Thomas Gens.

Das Schild mit der Friedensbotschaft soll den Bürgermeister im bevorstehenden Landtagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern begleiten. Gens möchte als Direktkandidat für den Wahlkreis Rügen West in den Landtag ziehen. Die Initiatoren verstehen die Aktion als sichtbares Bekenntnis zu Diplomatie, Verhandlungen und einer friedensorientierten Politik.

Zusätzliche Aktualität erhält die Botschaft durch den jüngst veröffentlichten Offenen Brief von Thomas Gens. Darin appelliert der Bürgermeister an die Bundesregierung, die finanziellen Belastungen der Kommunen stärker in den Blick zu nehmen und Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Wohnungsbau und Daseinsvorsorge höher zu gewichten. Zugleich mahnt er an, friedliche Lösungen internationaler Konflikte nicht aus dem Blick zu verlieren.

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"Als Bürgermeister weiß ich, dass jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann. Während unsere Städte und Gemeinden vielerorts um Schulen, Straßen, Brücken und medizinische Versorgung kämpfen, steigen die Rüstungsausgaben immer weiter. Darüber muss man offen diskutieren dürfen. Mein Ziel bleibt: Diplomatie statt Eskalation. Diplomaten statt Granaten", so Gens.

Mit dem Schild „Diplomaten statt Granaten“ soll diese Botschaft nun auch im Landtagswahlkampf sichtbar werden.  Die Initiatoren sehen darin ein Zeichen, dass die Botschaft für Frieden und Dialog verstärkt aus der Zivilgesellschaft kommen muss, um den offenkundigen und vor allem selbstzerstörerischen Irrweg der Aufrüstung ein deutliches „ ohne uns“ entgegenzusetzen.

Der 56-jährige ehrenamtliche Bürgermeister der 1.000-Einwohner-Gemeinde Hiddensee, die zum Amt West-Rügen und zum Landkreis Vorpommern-Rügen gehört, ist nach Medienberichten Vorsitzender der „Achtsamen Demokraten / Die Hiddenseepartei“. Die Partei habe rund  50 Mitglieder. Dennoch hat der gelernte Hochseefischer Gens bei Landtagswahlen am 4. September eine gute Chance, in den Schweriner Landtag einzuziehen, trotz Stasi-Vorwürfen. Bereits 2014 wurde er mit 76,5 Prozent aller Stimmen ins Bürgermeister-Amt gewählt, bei 72 Prozent Wahlbeteiligung.

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