Die Stadt Meißen stellt ihre Kita-Landschaft neu auf und reagiert damit auf deutlich sinkende Kinderzahlen. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Grundlage ist die 9. Regionalisierte Bevölkerungsentwicklungsvorausberechnung, die im Mai veröffentlicht wurde und die jüngsten demografischen Trends berücksichtigt. Der Stadtrat hat am Dienstag beschlossen, die Kindertageseinrichtung „Regenbogen“ zum 31. Juli 2027 zu schließen.
Die Verwaltung begründet die Entscheidung mit strukturellen Problemen, die sich aus der rückläufigen Zahl an Kindern ergeben. Laut Sächsischem Kita-Gesetz richtet sich das verfügbare Personal nach festen Personalschlüsseln. „Sinkende Kinderzahlen bedeuten automatisch weniger Personal“, teilte die Stadt mit. Besonders kleine Einrichtungen könnten damit Öffnungszeiten immer schlechter abdecken oder Ausfälle kompensieren. Hinzu komme, dass Fixkosten wie Strom und Heizung unabhängig von der Belegung anfallen. Werden sie auf weniger Kinder verteilt, steigen die Betriebskosten pro Kind – und damit gesetzlich gekoppelt auch die Elternbeiträge.