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Lommatzsch: Warnstreik bei Frosta nach ergebnislosen Verhandlungen

Lommatzsch: Warnstreik bei Frosta nach ergebnislosen Verhandlungen
In Lommatzsch bei Frosta war am Mittwoch erst einmal Warnstreik angesagt. Foto: Mallek
Von: Meißen News
Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung für Lommatzsch von 12 Prozent und damit eine Angleichung an den Standort Bremerhaven. Wirtschaftlich geht es der Marke gut.

Die Warnstreiks gingen am Mittwoch los. Die Tarifverhandlungen für die Belegschaft des Frosta-Werks in Lommatzsch sind bislang ohne Ergebnis geblieben. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat daher zum ersten Warnstreik am Standort aufgerufen. In Lommatzsch stellt das Unternehmen unter anderem Fertiggerichte her. Am Mittwoch zwischen 12 und 16 Uhr haben Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, um den Druck auf den Hersteller zu erhöhen. Der Warnstreik sei der erste seit 2020. 

Zuvor seien die Verhandlungen zwischen der Arbeitnehmerseite und Frosta ergebnislos verlaufen, berichtet die NGG. Für die 220 Beschäftigten in Lommatzsch werde eine Angleichung der Löhne an das Werk in Bremerhaven gefordert. Dort erhalten die Mitarbeiter 12 Prozent mehr Lohn bei einem ähnlichen Produktportfolio. Die NGG fordert daher für die Mitarbeiter in Lommatzsch 12 Prozent mehr Entgelt auf 12 Monate Laufzeit. Frosta hatte bislang 3,4 Prozent angeboten, was die Gewerkschaft abgelehnt hat. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 17. Juni angesetzt.

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Frosta hat volle Auftragsbücher. Der Konzernumsatz belief sich im Jahr 2024 auf 638 Millionen Euro. Damit wurde das Vorjahresniveau von 639 Millionen Euro gehalten. Die Kern-Marke Frosta wuchs sogar um 13,5 Prozent auf 331 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss stieg auf 42 Millionen Euro. Für 2025 erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum zwischen 3 und 9 Prozent.

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