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Kretschmer weiht Skulptur auf Lommatzscher Sachsenplatz ein

Kretschmer weiht Skulptur auf Lommatzscher Sachsenplatz ein
Das neue Kunstwerk für Lommatzsch. Foto: Staatskanzlei
Von: Meißen News
Am Sonntagmorgen haben Ministerpräsident Michael Kretschmer und Bürgermeisterin Anita Maaß auf dem Sachsenplatz in Lommatzsch die Skulptur „Zwischen Natur und Alltag“ von Dimitrios Dimitriadis eingeweiht. Mehr als 100 Gäste kamen zur Feier.

Lommatzsch hat auf dem Sachsenplatz ein neues Kunstwerk. Zur Einweihung am Sonntagmorgen kamen weit mehr als 100 Besucher. Den Rahmen setzte der Nachwuchsspielmannszug. Die erwachsenen Spielleute hatten am Vortag den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft belegt, sagte Bürgermeisterin Dr. Anita Maaß (FDP).

Die Skulptur des Münchner Bildhauers Dimitrios Dimitriadis heißt „Zwischen Natur und Alltag“. Sie besteht aus zwei ausgehöhlten Baumstämmen mit mehreren, teils beweglichen Figuren und ist mit Efeu bepflanzt. Bürgerinnen und Bürger konnten dem Künstler in den Wochen zuvor zusehen. In das Werk flossen auch Materialien aus der Stadt ein, darunter alte Münzen, ein Schmetterling und ein Scharnier. Dimitriadis hatte zuvor noch nie einen solchen Wettbewerb gewonnen.

Die Arbeit ist das Ergebnis des „1. Sächsischen Bildhauerwettbewerbs für Kunst und Kultur“, ausgeschrieben von Stadt, Freistaat und François-Maher-Presley-Stiftung. 29 Bewerbungen gingen ein. Eine siebenköpfige Jury wählte drei Entwürfe; die Abstimmung gewann Dimitriadis klar. Maaß nannte Kunst und Kultur ein Aushängeschild der Stadt. Schirmherr Kretschmer (CDU) sagte, in Lommatzsch funktionierten Dinge, die anderswo unmöglich seien. Ihm gefalle, dass das Werk in der Region entstanden sei. Bereits im vergangenen Jahr waren auf dem Markt zwei Skulpturen von Gertraud Wendlandt aufgestellt worden.

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Stiftungsbotschafter Steffen Blech begründete das Engagement so: Im ländlichen Raum seien kulturelle Angebote seltener als in Metropolen, Kunstwerke prägten das Ortsbild kaum, klamme Kommunalhaushalte verstärkten das. Kunst im öffentlichen Raum sei identitätsstiftend und fördere Kreativität sowie friedliches Miteinander. In Lommatzsch kursiert bereits die Idee eines weiteren Wettbewerbs, voraussichtlich ausgeschrieben im Herbst.

Zudem wurde am Sonntagnachmittag im Rathaus eine Ausstellung eröffnet. Sie gilt der fast vergessenen Industriegeschichte des Ortes: der Segelflieger-Fertigung im ehemaligen VEB Apparatebau Lommatzsch. Gezeigt werden neun Modelle im Maßstab 1:18 und ein Motorflugzeug.

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