Lommatzsch hat auf dem Sachsenplatz ein neues Kunstwerk. Zur Einweihung am Sonntagmorgen kamen weit mehr als 100 Besucher. Den Rahmen setzte der Nachwuchsspielmannszug. Die erwachsenen Spielleute hatten am Vortag den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft belegt, sagte Bürgermeisterin Dr. Anita Maaß (FDP).
Die Skulptur des Münchner Bildhauers Dimitrios Dimitriadis heißt „Zwischen Natur und Alltag“. Sie besteht aus zwei ausgehöhlten Baumstämmen mit mehreren, teils beweglichen Figuren und ist mit Efeu bepflanzt. Bürgerinnen und Bürger konnten dem Künstler in den Wochen zuvor zusehen. In das Werk flossen auch Materialien aus der Stadt ein, darunter alte Münzen, ein Schmetterling und ein Scharnier. Dimitriadis hatte zuvor noch nie einen solchen Wettbewerb gewonnen.
Die Arbeit ist das Ergebnis des „1. Sächsischen Bildhauerwettbewerbs für Kunst und Kultur“, ausgeschrieben von Stadt, Freistaat und François-Maher-Presley-Stiftung. 29 Bewerbungen gingen ein. Eine siebenköpfige Jury wählte drei Entwürfe; die Abstimmung gewann Dimitriadis klar. Maaß nannte Kunst und Kultur ein Aushängeschild der Stadt. Schirmherr Kretschmer (CDU) sagte, in Lommatzsch funktionierten Dinge, die anderswo unmöglich seien. Ihm gefalle, dass das Werk in der Region entstanden sei. Bereits im vergangenen Jahr waren auf dem Markt zwei Skulpturen von Gertraud Wendlandt aufgestellt worden.