Erinnerung an einen Verschwörer. Kürzlich haben Angehörige, Vertreter der Bundeswehr, der Erwin‑von‑Witzleben‑Gesellschaft und weitere Gäste auf dem Invalidenfriedhof in Berlin an den 82. Todestag von Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben erinnert. Das teilte die Bundeswehr mit. Witzleben zählt zu den bedeutendsten militärischen Widerstandskämpfern gegen das nationalsozialistische Regime. Er hat eine zeitlang in der Reichswehr in Dresden als Stabsoffizier gedient.
Georg von Witzleben, Vorsitzender der Erwin‑von‑Witzleben‑Gesellschaft, hob hervor, dass die historische Prophezeiung, Volk und Geschichte würden über Witzleben schweigen, widerlegt sei. „Witzlebens Taten bleiben nicht unvergessen und sein Vermächtnis hat längst zu wirken begonnen“, sagte er.
In einer Andacht stellte Militärdekan Klaus Kaiser die Frage, was einen Menschen zum Vorbild macht. Er zeichnete bewusst kein idealisiertes Bild des Offiziers, sondern sprach auch über Widersprüche und Irrtümer in dessen Biografie. Entscheidend sei die Fähigkeit, eigene Grenzen zu erkennen, den Horizont zu erweitern und Verantwortung zu übernehmen.