Häusliche Gewalt geht alle an. Diese Thematik wird im November, besonders am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, besonders in den Fokus gerückt. Die Gleichstellungsbeauftragten in deutschen Städten und Gemeinden setzen sich für das Thema ein, um auf das Problem aufmerksam zu machen und Lösungen zu finden. Das teilte die Stadt Meißen mit.
Die Meißner Gleichstellungsbeauftragte, Sabine Murcek, hebt hervor, dass das Thema häusliche Gewalt eine zentrale Rolle spielt. Laut den Zahlen des Bundeskriminalamtes waren im vergangenen Jahr 265.942 Menschen Opfer häuslicher Gewalt. 70 bis 80 Prozent der Fälle betreffen Frauen, während Männer 20 bis 30 Prozent der registrierten Fälle ausmachen.
Es ist ebenfalls wichtig, die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche zu berücksichtigen. Im Jahr 2023 registrierten die Jugendämter mindestens 63.700 Minderjährige, die von Kindeswohlgefährdungen betroffen sind, verursacht durch Vernachlässigung oder Gewalt. Insbesondere Kinder haben oft Schwierigkeiten, über ihr Erlebtes zu sprechen, sodass von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist.