Die Stadt Großenhain hat am Mittwoch, 24. Juni, einen zentralen Schritt für die zukünftige Wärmeversorgung vollzogen. Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Der Stadtrat beschloss die Kommunale Wärmeplanung, die gemeinsam mit SachsenEnergie erarbeitet wurde. Mit dem Beschluss endet die konzeptionelle Phase und der Übergang in die Umsetzung beginnt – abhängig von finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen.
Der Wärmeplan liefert erstmals einen gesamtstädtischen Überblick darüber, welche Heizlösungen künftig in welchen Quartieren sinnvoll sein können. Ziel ist eine schrittweise Reduktion fossiler Energieträger bis 2045. Der Plan wird regelmäßig fortgeschrieben und an technische sowie gesetzliche Entwicklungen angepasst. Oberbürgermeister Sven Mißbach bezeichnete den Beschluss als „Grundstein für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung“.
Für die Analyse wurden Wärmebedarf, bestehende Versorgungsstrukturen und Potenziale erneuerbarer Energien im gesamten Stadtgebiet untersucht. Auf dieser Basis entwickelte das Projektteam konkrete Maßnahmen und Entwicklungspfade. Projektleiter Gregor Hillebrand‑Kandzia von SachsenEnergie betonte die Komplexität des Prozesses und verwies auf Erfahrungen aus weiteren Kommunen.