Mit so viel Trauergästen hatte man gar nicht gerechnet. Es gab kaum noch Platz. Mehr als 350 Weggefährten waren am Freitag Mittag in die kleine Dorfkirche in Zehren gekommen, um sich von Wolfgang Schneider zu verabschieden, knapp zwei Wochen, nachdem er jäh im Alter von 71 Jahren aus dem Leben gerissen wurde. Während eines Spaziergangs an der Seite seiner Frau Pia. Sein Zuhause war seit seinem sechsten Lebensjahr Keilbusch. Hier ist der Hof mit seinen Pferden. Hier haben die beiden Söhne neben dem Elternhaus selbst gebaut. Die beiden Töchter leben in Meißen und Weinböhla.
Wolfgang Schneider hat die Familie zusammengehalten. Sein plötzlicher Tod reißt eine schmerzhafte Lücke, sagt Pfarrer Christoph Rechenberg von der Evangelischen Kirchgemeinde St. Afra in Meißen. Er erinnert an den Unternehmer als einen Macher, der sich mit Kraft, aber eben auch Besonnenheit und Liebe Räume um andere kümmerte. Da war die Familie, die Freunde von der Jagd und dem Sport, die politischen Weggefährten im Gemeinderat und Kreistag, aber auch die Mitarbeiter seiner Firma.